Von ‚Rituskirchen‘ zu ‚Kirchen eigenen Rechtes‘
(Ausgabe in Leinen)
Konzept, Funktion und Bedeutung der Rechtsfigur der Ecclesia sui iuris im Licht einer kontextuellen Kanonistik
- Verlag Herder
- 1. Auflage 2026
- Leinen
- 304 Seiten
- ISBN: 978-3-451-02652-2
- Bestellnummer: P026526
Ausgehend von theologisch fundierten Überlegungen einer kontextuell ausgerichteten Kanonistik untersucht Thull im Rahmen seiner Habilitationsschrift die Entwicklung der sog. Rituskirchen zu Kirchen eigenen Rechtes (Ecclesiae sui iuris). Dabei nimmt er Konzept, Funktion und Bedeutung der sog. Ecclesia sui iuris, wie sie im geltenden Recht der katholischen Kirche ihre Grundlegung findet, kritisch in den Blick und zeichnet dabei mitunter das rechtliche Verhältnis der katholischen Ostkirchen zur lateinischen Kirche nach. Idee und Grundzügen einer kontextuellen Kanonistik ordnet er die rechtliche Entwicklung der vormals als Rituskirchen bezeichneten Kirchen zu Ecclesiae sui iuris nach, wobei er nicht nur auf die Phase der Codex-Reform vor Promulgation des CCEO, sondern auch das geltende Recht und mögliche Anknüpfungspunkte einer künftigen Rechtsfortbildung sowie die Auswirkungen der Eigenständigkeit der Kirchen eigenen Rechtes eingeht.
Autor
Philipp Thull, geb. 1987, Dr. theol. habil. Lic. iur. can. M. Ed., Studium der Germanistik, der Katholischen Theologie, der Philosophie, der Bildungswissenschaft, der Rechtswissenschaft und des Kanonischen Rechtes sowie Interdisziplinärer Geschlechterstudien und Deutsch als Zweitsprache in Trier und Münster; Privatdozent für Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät Fulda bzw. der Philipps-Universität Marburg; Lehrtätigkeiten an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar, der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Augustin und der Universität Bochum.