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Mai 2026

April 2026

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    Genomforschung beleuchtet die Entstehung mitteleuropäischer Gesellschaften

    Genomforschung beleuchtet die Entstehung mitteleuropäischer Gesellschaften

    Eine groß angelegte genomische Studie zeigt, dass die Bevölkerung im römischen Grenzraum Süddeutschlands zwischen Spätantike und Frühmittelalter nicht durch Massenmigration geprägt wurde. Stattdessen belegen die Daten die Mobilität kleiner Gruppen, soziale Trennung und eine rasche Vermischung nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches. Die Ergebnisse zeichnen ein neues Bild der Entstehung früher mitteleuropäischer Gesellschaften.

  • Rund 7.000 Jahre alte Grube mit Überresten von Bibern bei Alsleben entdeckt
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    Rund 7.000 Jahre alte Grube mit Überresten von Bibern bei Alsleben entdeckt

    Archäologische Untersuchungen entlang der geplanten Stromtrasse SuedOstLink haben bei Alsleben im Salzlandkreis einen außergewöhnlichen Befund zutage gefördert. In einer jungsteinzeitlichen Grube wurden die Überreste von mindestens zwölf Bibern entdeckt, die vermutlich gezielt zur Pelzgewinnung gejagt wurden. Der Fund liefert neue Hinweise auf spezialisierte Jagdpraktiken und materielle Kultur im Neolithikum.

  • KI rekonstruiert Opfer des Vesuvausbruchs: Neue Einblicke aus Pompeji
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    KI rekonstruiert Opfer des Vesuvausbruchs: Neue Einblicke aus Pompeji

    Erstmals setzt der Archäologische Park von Pompeji künstliche Intelligenz zur Rekonstruktion eines Vesuv-Opfers ein. Grundlage bilden aktuelle Grabungsdaten aus der Nekropole Porta Stabia, die neue Erkenntnisse über Fluchtverhalten und Todesumstände während der Katastrophe von 79 n. Chr. liefern. Das Projekt zeigt zugleich das Potenzial und die Grenzen KI-gestützter Archäologie.

  • Römisches Schiffswrack enthüllt faszinierende Geschichte antiker Schiffbautraditionen
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    Römisches Schiffswrack enthüllt faszinierende Geschichte antiker Schiffbautraditionen

    Seit Jahrtausenden verwenden Menschen verschiedene Abdichtungsmaterialien für Schiffe und Boote. Wissenschaftler analysierten nun die Beschichtungen eines Schiffswracks aus der Zeit der Römischen Republik und konnten anhand der darin enthaltenen Pollen die Vegetation der Landschaften identifizieren, in denen das Schiff gebaut und repariert wurde.

  • Archäologen finden mögliche Statue Ramses II. im östlichen Nildelta
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    Archäologen finden mögliche Statue Ramses II. im östlichen Nildelta

    Im Zuge archäologischer Arbeiten am Fundort Tell Faroun im Zentrum Al-Husayniya (Gouvernement Sharqia) hat eine ägyptische Mission des Obersten Rates für Altertümer eine monumentale Statue freigelegt. Erhalten ist der obere Teil der Skulptur, während Beine und Sockel fehlen. Aufgrund stilistischer Merkmale wird das Werk mit hoher Wahrscheinlichkeit König Ramses II. zugeschrieben.

  • Statue der Athena im Westtheater von Laodikeia freigelegt
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    Statue der Athena im Westtheater von Laodikeia freigelegt

    Im Zuge laufender Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten in der antiken Stadt Laodikeia, in der Westtürkei, wurde im Bühnengebäude des Westtheaters eine etwa zwei Meter hohe Statue der Göttin Athena aus Marmor freigelegt.

  • Spuren des ersten Truppenlagers und verkohltes römisches Brot in Vindonissa entdeckt
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    Spuren des ersten Truppenlagers und verkohltes römisches Brot in Vindonissa entdeckt

    Eine Rettungsgrabung in Windisch liefert neue Erkenntnisse zur Frühphase des römischen Militärstandorts Vindonissa. Die Befunde erlauben erstmals Rückschlüsse auf Ausdehnung und Struktur des ältesten Truppenlagers. Ein außergewöhnlicher Fund – ein verkohltes römisches Brot – unterstreicht die wissenschaftliche Bedeutung der Grabung.

  • Archäologen entdecken in Ägypten ein Ilias-Fragment im Mumifizierungskontext
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    Archäologen entdecken in Ägypten ein Ilias-Fragment im Mumifizierungskontext

    Im antiken Oxyrhynchus, dem heutigen Al-Bahnasa im ägyptischen Gouvernement Minya, hat eine spanische archäologische Mission unter Leitung der Universität Barcelona einen bemerkenswerten Fund gemacht. In einem rund 1600 Jahre alten Grab aus römischer Zeit entdeckten die Forscher einen Papyrus mit einem Fragment von Homers Ilias, das bewusst in den Mumifizierungsprozess integriert worden war.

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    Bronzezeitliches Ringdepot im Dresdener Stadtteil Wilschdorf entdeckt

    Bei Wilschdorf, einem Stadtteil von Dresden, hat der vom Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) zertifizierte Sondengänger Ronald Meißner ein spätbronzezeitliches Ringdepot entdeckt, das in die Zeit zwischen 1300 und 1100 v. Chr. datiert. Der Fund umfasst sechs gerippte Ringe sowie ein Ringfragment mit einem Gesamtgewicht von 837,2 Gramm.

  • Verborgene Details einer antiken Weltkarte: Neue Erkenntnisse zur Tabula Peutingeriana durch Multispektralanalyse
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    Verborgene Details einer antiken Weltkarte: Neue Erkenntnisse zur Tabula Peutingeriana durch Multispektralanalyse

    Die Tabula Peutingeriana zählt zu den außergewöhnlichsten kartographischen Zeugnissen der Antike. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt nutzt nun moderne Multispektralanalyse, um verblasste Details sichtbar zu machen und neue Erkenntnisse über das römische Weltbild und Verkehrsnetz zu gewinnen. Dabei lassen sich selbst verlorene Beschriftungen und kartographische Elemente rekonstruieren.

  • Bronzezeitliche Küche im Südkaukasus: Neue Einblicke in die Kura-Araxes-Kultur
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    Bronzezeitliche Küche im Südkaukasus: Neue Einblicke in die Kura-Araxes-Kultur

    Neue biomolekulare Analysen aus dem Südkaukasus zeigen, dass die Kura-Araxes-Kultur über eine überraschend vielfältige und ausgewogene Ernährung verfügte. Milchprodukte, Früchte und traubenbasierte Getränke spielten eine zentrale Rolle – und waren offenbar für alle Mitglieder der Gesellschaft zugänglich.

  • Seltene Bronzekessel aus Schaalby, Kreis Schleswig-Flensburg: Zeugnisse römischer Fernkontakte im Norden
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    Seltene Bronzekessel aus Schaalby, Kreis Schleswig-Flensburg: Zeugnisse römischer Fernkontakte im Norden

    In der Gemeinde Schaalby im Kreis Schleswig-Flensburg ist im Zuge einer genehmigten Detektorprospektion ein außergewöhnlicher archäologischer Fund zutage getreten. Entdeckt wurden mehrere Bronzekessel, die in die Römische Kaiserzeit beziehungsweise in die Völkerwanderungszeit (3.–5. Jahrhundert n. Chr.) datieren. Sie weisen auf weitreichende Kontakte zwischen Nordeuropa und dem römischen Einflussraum hin.

  • Erster Fund der griechischen Antike in Berlin: Münze aus Troja entdeckt
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    Erster Fund der griechischen Antike in Berlin: Münze aus Troja entdeckt

    Auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche im Berliner Bezirk Spandau wurde eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht: Eine rund 12 Millimeter große Bronzemünze aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. – gefunden von einem 13-jährigen Schüler. Es handelt sich dabei um den ersten archäologischen Beleg der griechischen Antike im Berliner Stadtgebiet.

  • Mikro-CT statt Zerstörung: Ein neuer Weg zur Untersuchung uralter DNA
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    Mikro-CT statt Zerstörung: Ein neuer Weg zur Untersuchung uralter DNA

    Die Untersuchung uralter DNA hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen – doch mit jeder Analyse gehen wertvolle menschliche Überreste unwiederbringlich verloren. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bonn zeigt nun, wie Mikro-Computertomographie dazu beitragen kann, Felsenbeinproben nachhaltig zu untersuchen und gleichzeitig für künftige Generationen zu bewahren.

  • Unterwasserarchäologie in Griechenland: Römische Kaianlagen und antike Wracks entdeckt
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    Unterwasserarchäologie in Griechenland: Römische Kaianlagen und antike Wracks entdeckt

    Neue Unterwasseruntersuchungen in der Argolis und vor Karpathos liefern bedeutende Erkenntnisse zur antiken Hafeninfrastruktur und zum maritimen Netzwerk der Ägäis. Die Funde reichen von römischen Kaianlagen bis hin zu Schiffswracks und Ankern aus über zwei Jahrtausenden und zeichnen ein differenziertes Bild antiker Nutzungskontinuitäten im Küstenraum.

März 2026

Heft 3/2026: Unter weitem Himmel
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