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März 2026

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    Neues Forschungsprojekt erforscht den 3000 Jahre alten Goldhortfund von Gessel

    Neues Forschungsprojekt erforscht den 3000 Jahre alten Goldhortfund von Gessel

    Fünfzehn Jahre nach der Entdeckung des Goldhorts von Gessel bei Syke erforscht ein interdisziplinäres Team aus Archäologen, Naturwissenschaftlern und Museologen den Fund und sein Umfeld erstmals umfassend. Ziel des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten, dreijährigen Projektes ist es, die Herstellung, Nutzung und Herkunft der außergewöhnlichen Goldobjekte zu klären sowie die damaligen Wirtschafts- und Siedlungsstrukturen im nördlichen Niedersachsen sichtbar zu machen.

  • Archäologen legen frühe Siedlung des 1. Jahrhunderts in Rödinghausen frei
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    Archäologen legen frühe Siedlung des 1. Jahrhunderts in Rödinghausen frei

    In Rödinghausen-Schwenningdorf im Kreis Herford untersucht ein Ausgrabungsteam die älteste bekannte Siedlung des Ortes. Die Grabung liefert derzeit aufschlussreiche Einblicke in das Alltagsleben einer ländlichen Gemeinschaft aus der römischen Kaiserzeit – kurz bevor auf dem Gelände ein neues Baugebiet entsteht.

  • Grabräuber als unbeabsichtigte Bewahrer: Hochwertige Holzobjekte aus der keltischen Grabkammer in Riedlingen liefern kulturhistorisch wertvolle Erkenntnisse
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    Grabräuber als unbeabsichtigte Bewahrer: Hochwertige Holzobjekte aus der keltischen Grabkammer in Riedlingen liefern kulturhistorisch wertvolle Erkenntnisse

    Nahe Riedlingen untersuchen Archäologinnen und Archäologen seit 2023 eine außergewöhnlich gut erhaltene frühkeltische Grabkammer aus der Zeit um 584 v. Chr. Obwohl das Grab bereits in der Antike geplündert wurde, förderte die Analyse des Raubschachtes eine Fülle seltener organischer Funde zutage – darunter Holzobjekte, Textilien und sogar Darstellungen auf Birkenrinde, die neue Einblicke in die frühkeltische Kunst und Kultur liefern.

  • Steuerlisten, Schulübungen, Horoskope: 43.000 Ostraka aus Athribis eröffnen neue Einblicke in den Alltag des antiken Ägypten
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    Steuerlisten, Schulübungen, Horoskope: 43.000 Ostraka aus Athribis eröffnen neue Einblicke in den Alltag des antiken Ägypten

    In Athribis in Oberägypten haben Archäologinnen und Archäologen den bislang umfangreichsten Fund beschrifteter Tonscherben weltweit dokumentiert. Über 43.000 Ostraka geben einzigartige Einblicke in den Alltag, die Verwaltung und das religiöse Leben über mehr als ein Jahrtausend hinweg. Die Funde eröffnen neue Perspektiven auf die Sozialgeschichte der Region und machen Athribis zu einem Schlüsselort der ägyptischen Altertumsforschung.

  • Ein einzigartiger Fund im Duvenseer Moor bietet neue Einblicke in steinzeitliche Glaubenswelten
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    Ein einzigartiger Fund im Duvenseer Moor bietet neue Einblicke in steinzeitliche Glaubenswelten

    Im Duvenseer Moor in Schleswig-Holstein haben Forscher eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht: In unmittelbarer Nähe der ältesten bekannten Brandbestattung Norddeutschlands kam der ursprünglich auf einen Holzpfosten gesteckte Schädel eines Auerochsen zum Vorschein. Die Funde deuten auf komplexe Bestattungsrituale vor rund 10.500 Jahren hin und eröffnen neue Perspektiven auf die Glaubenswelten früher Jäger- und Sammlergruppen im nördlichen Europa.

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    Erste absolute Datierung paläolithischer Malereien in der Dordogne

    Ein Forschungsteam hat erstmals das Alter der prähistorischen Wandmalereien in der Höhle von Font-de-Gaume (Dordogne) präzise bestimmt. Mithilfe moderner Bildgebungs- und Datierungsmethoden konnten Spuren von Holzkohle in den schwarzen Pigmenten nachgewiesen werden – und damit der Beweis erbracht werden, dass Radiokohlenstoffdatierungen auch bei diesen legendären Kunstwerken möglich sind. Die Ergebnisse liefern neue Einblicke in die Entstehungszeit und Entwicklung paläolithischer Höhlenmalerei.

  • Neue Ausgrabungsergebnisse vom Poseidonheiligtum bei Samikon weisen auf ein antikes Archiv hin
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    Neue Ausgrabungsergebnisse vom Poseidonheiligtum bei Samikon weisen auf ein antikes Archiv hin

    Im Rahmen des mehrjährigen Forschungsprojekts der archäologischen Stätte Kleidi bei Samikon, an der Westküste der Peloponnes, haben griechische und österreichische Archäologinnen und Archäologen bedeutende Fortschritte bei der Erforschung des Heiligtums des Poseidon erzielt. Besonders die jüngsten Funde im nordwestlichen Teil des Tempels eröffnen neue Einblicke in die Nutzung und Zerstörung des Bauwerks – und deuten darauf hin, dass hier einst ein antikes Archiv bestand.

  • Forscher berechnen enorme Kosten für die Wandmalerei des blauen Raumes von Pompeji
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    Forscher berechnen enorme Kosten für die Wandmalerei des blauen Raumes von Pompeji

    Im sogenannten „Blauen Raum“ eines privaten Heiligtums in Regio IX, Insula 10 von Pompeji zeigen naturwissenschaftliche Analysen, dass dessen Wände großflächig mit dem kostspieligen Pigment Ägyptischblau gestaltet wurden. Die Forscher errechneten, dass allein die hierfür eingesetzte Pigmentmenge einem Wert von bis zu 90 Prozent eines Legionärsjahressoldes entsprach.

  • Ausgrabungen am Augustäischen Forum in Barcelona liefern überraschende Ergebnisse
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    Ausgrabungen am Augustäischen Forum in Barcelona liefern überraschende Ergebnisse

    Bei den Erweiterungsarbeiten des Gran Hotel Barcino in der Carrer d'Hèrcules 3 in Barcelona kam ein archäologischer Befund von besonderer Bedeutung für die Erforschung des römischen Barcino zutage. Im Untergrund des spätmittelalterlichen Requesens-Hauses wurde ein monumentales Pflaster entdeckt, das dem Forum der römischen Kolonie zugeordnet werden kann. Die Entdeckung erfordert eine Neubewertung der Stadtplanung des antiken Barcelonas.

  • Weitere Funde auf dem Münsterplatz in Aachen: Archäologinnen und Archäologen entdecken Skelette und Mauerstrukturen
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    Weitere Funde auf dem Münsterplatz in AachenArchäologinnen und Archäologen entdecken Skelette und Mauerstrukturen

    Die archäologischen Ausgrabungen in zwei Baumscheiben auf dem Münsterplatz am Aachener Dom haben nach ersten Kleinfunden vor einigen Tagen die ersten großen Ergebnisse hervorgebracht: Insgesamt sieben Skelette und die Mauergrenze der ehemaligen Münsterimmunität konnten Stadtarchäologe Andreas Schaub und sein Team ehrenamtlicher Hilfskräfte des Archäologischen Arbeitskreises Aachen (AAA) freilegen.

  • Neue Gräber in der weitläufigen Nekropole Ostiense freigelegt
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    Neue Gräber in der weitläufigen Nekropole Ostiense freigelegt

    Bei präventiven Ausgrabungen südlich von Rom wurde ein außergewöhnlich gut erhaltener Abschnitt der Nekropole Ostiense freigelegt. Die Archäologen stießen sowohl auf kaiserzeitliche Gräber mit kunstvollen Fresken und Mosaiken als auch auf einfache Grubengräber aus der Spätantike.

  • Archäologischer Glücksfall in Hüllhorst: Archäologen stoßen auf Hausgrundrisse aus der frühen Eisenzeit
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    Archäologischer Glücksfall in Hüllhorst: Archäologen stoßen auf Hausgrundrisse aus der frühen Eisenzeit

    Bei Bauarbeiten in Hüllhorst (Kreis Minden-Lübbecke) ist ein archäologisches Team auf Spuren einer über 2.500 Jahre alten Siedlung gestoßen. Die vom LWL begleitete Grabung liefert neue Erkenntnisse zur vorrömischen Eisenzeit in Ostwestfalen. Besonders der Nachweis mehrerer Hausgrundrisse eröffnet wertvolle Einblicke in die Bauweise und Siedlungsstruktur dieser frühen Gemeinschaft. Nach Angaben der LWL-Fachleute handelt es sich um eine außergewöhnliche Entdeckung – vergleichbare Hausgrundrisse dieses Zeitraums wurden in Ostwestfalen bislang nur in Werther und Minden dokumentiert.

  • DNA-Analysen enthüllen Bevölkerungskontinuität in der Späten Bronzezeit Mitteldeutschlands und liefern Informationen  zur damaligen Lebenswelt
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    DNA-Analysen enthüllen Bevölkerungskontinuität in der Späten Bronzezeit Mitteldeutschlands und liefern Informationen zur damaligen Lebenswelt

    Neue genetische Untersuchungen an 36 spätbronzezeitlichen Körpergräbern aus Esperstedt und Kuckenburg in Sachsen-Anhalt eröffnen überraschende Einblicke in die Bevölkerungs- und Kulturgeschichte Mitteldeutschlands. Ein internationales Forschungsteam um Eleftheria Orfanou vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig konnte anhand von DNA- und Isotopenanalysen zeigen, dass die Region über Jahrhunderte eine bemerkenswerte Kontinuität aufwies – trotz intensiver Handelskontakte und kultureller Einflüsse. Die Studie liefert zudem neue Erkenntnisse zu Ernährung, Mobilität und Lebensweise in einer Zeit des tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels.

Februar 2026

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    Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Elstorf im Fokus neuer Forschung

    Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Elstorf im Fokus neuer Forschung

    Das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung und das Archäologische Museum Hamburg haben ein umfangreiches Forschungsprojekt gestartet, das sich der wissenschaftlichen Auswertung des frühmittelalterlichen Gräberfeldes in Neu Wulmstorf-Elstorf (Landkreis Harburg) widmet. Gefördert wird das Vorhaben bis Herbst 2028 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

  • Archäologische Ausgrabungen auf dem Münsterplatz in Aachen liefern erste Funde
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    Archäologische Ausgrabungen auf dem Münsterplatz in Aachen liefern erste Funde

    Auf dem Aachener Münsterplatz graben Archäologinnen und Archäologen derzeit direkt neben dem Dom nach Spuren der Vergangenheit. Inmitten der historischen Münsterthermen kommen Funde aus römischer, mittelalterlicher und barocker Zeit ans Licht – sorgfältig dokumentiert Schicht für Schicht. Die Arbeiten bieten seltene Einblicke in ein bislang kaum erforschtes Areal im Herzen der Stadt.

  • Archäobotanik gewährt neue Erkenntnisse zur Landwirtschaft der Nordischen Bronzezeit
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    Archäobotanik gewährt neue Erkenntnisse zur Landwirtschaft der Nordischen Bronzezeit

    Neue archäobotanische Analysen aus Bjerre in Nordjütland zeigen, dass bronzezeitliche Gemeinschaften ihre Felder über Jahrhunderte hinweg mit bemerkenswerter Konstanz bewirtschafteten. Die Funde verkohlter Getreidekörner und moderner Isotopenmessungen enthüllen nicht nur landwirtschaftliche Strategien, sondern auch das über Generationen weitergegebene Wissen einer lokalen Gemeinschaft.

  • Sechs neu entdeckte bronzezeitliche Minen in Spanien  könnten den Ursprung der skandinavischen Bronze erklären
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    Sechs neu entdeckte bronzezeitliche Minen in Spanien könnten den Ursprung der skandinavischen Bronze erklären

    Ein internationales Forschungsteam stieß im Rahmen des Programms „Maritime Begegnungen“ der Universität Göteborg (Schweden) in der südwestspanischen Region Extremadura auf sechs bislang unbekannte bronzezeitliche Bergwerke. Die Funde könnten entscheidende Hinweise darauf liefern, woher die Metalle stammten, die in skandinavischen Artefakten der Bronzezeit verarbeitet wurden.

  • Steinzeitzeichen oder frühe Schrift? Neue archäologische Forschung entdeckt Informationskodierung der Altsteinzeit
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    Steinzeitzeichen oder frühe Schrift? Neue archäologische Forschung entdeckt Informationskodierung der Altsteinzeit

    Was verraten eingeritzte Linien und Punkte auf eiszeitlichen Figuren über das Denken unserer Vorfahren? Ein Forschungsteam um Christian Bentz und Ewa Dutkiewicz hat Tausende solcher Zeichen analysiert – und festgestellt: Schon vor 40.000 Jahren nutzten Menschen komplexe Systeme, um Informationen festzuhalten. Ihre statistische Struktur ähnelt erstaunlich der frühen Keilschrift – ein Blick in die Anfänge menschlicher Informationskodierung.

  • Stürme legen 2000 Jahre alte Fußabdrücke an Schottlands Küste frei
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    Stürme legen 2000 Jahre alte Fußabdrücke an Schottlands Küste frei

    Nach schweren Winterstürmen wurden an der schottischen Ostküste, in der Lunan Bay bei Angus, Fußabdrücke von Menschen und Fährten von Tieren freigelegt, die rund 2000 Jahre alt sind. Solche Funde sind in Großbritannien äußerst selten; bisher waren nur wenige vergleichbare Stätten in England bekannt, darunter Formby (Merseyside), die Severn-Mündung und Happisburgh (Norfolk). In Schottland handelt es sich um den ersten Nachweis dieser Art.

  • Das Hanse-Schiff aus der Trave – Zeugnis maritimer Revolution und Lübecker Stadtgeschichte
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    Das Hanse-Schiff aus der Trave – Zeugnis maritimer Revolution und Lübecker Stadtgeschichte

    Ein Zufall führte zu einer Entdeckung, die unser Verständnis der hanseatischen Schifffahrtsgeschichte verändert: Bei einer routinemäßigen Messung in der Fahrrinne der Trave verzeichnete das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee im Jahr 2020 eine ungewöhnliche Unebenheit. Als Taucher im August 2021 den Bereich untersuchten, stießen sie auf ein außergewöhnlich gut erhaltenes Wrack aus der Hansezeit. Ein digitales 3D-Modell des Fundes erlaubt es, das Schiff mit moderner Schiffsbausoftware weiter zu erforschen.

  • Ein frühbronzezeitliches Fürstengrab und neolithische Siedlungsspuren in der französischen Region Orne
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    Ein frühbronzezeitliches Fürstengrab und neolithische Siedlungsspuren in der französischen Region Orne

    Ein Team des französischen Institut national de recherches archéologiques préventives (Inrap) führt derzeit im Auftrag der Direction régionale des affaires culturelles (Drac) Normandie Ausgrabungen in Écouché-les-Vallées (Département Orne) durch. Die Arbeiten fördern bislang außergewöhnlich gut erhaltene Überreste zutage, die mehrere Jahrtausende umfassen – von den frühesten neolithischen Siedlungsspuren bis hin zu einer bedeutenden Bestattung der frühen Bronzezeit.

  • Vom Hellweg zur Hochspannung: Mehrphasige Siedlungsstelle auf dem Gelände der TU Dortmund freigelegt
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    Vom Hellweg zur Hochspannung: Mehrphasige Siedlungsstelle auf dem Gelände der TU Dortmund freigelegt

    Auf einer Wiese an der Emil-Figge-Straße auf dem Gelände der Technischen Universität Dortmund ist bei archäologischen Untersuchungen eine bislang unbekannte, bedeutende Siedlungsstelle entdeckt worden. Die Befunde stellen einen herausragenden Erstnachweis für eine vorgeschichtliche Siedlung an diesem konkreten Standort dar und tragen wesentlich zum Verständnis der vor- und frühgeschichtlichen Besiedlung entlang des Hellwegs bei. Das Areal wird künftig durch eine Freiflächen-Photovoltaikanlage genutzt werden, die Strom für den Campus liefern soll.

  • Alte DNA offenbart widerstandsfähige Jäger-Sammler-Populationen im Rhein-Maas-Gebiet
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    Alte DNA offenbart widerstandsfähige Jäger-Sammler-Populationen im Rhein-Maas-Gebiet

    Eine neue Studie offenbart, dass Jäger- und Sammlergemeinschaften in der Rhein-Maas-Region des heutigen Belgiens, der Niederlande und Norddeutschlands rund 3.000 Jahre länger als anderswo in Europa überdauerten. Forscher analysierten vollständige Genome von 112 Individuen aus der Zeit zwischen 10.500 und 3.700 Jahren vor heute, um genetische Kontinuitäten in dieser fruchtbaren Wasserlandschaft zu rekonstruieren.

  • Röntgenblick in die Bronzezeit: Das Geheimnis des Nördlinger Schwerts
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    Röntgenblick in die Bronzezeit: Das Geheimnis des Nördlinger Schwerts

    Ein seltener Gast reiste aus Bayern in die Hauptstadt: Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) brachte ein bemerkenswert gut erhaltenes Bronzeschwert aus der mittleren Bronzezeit nach Berlin. Das über 3400 Jahre alte Stück wurde 2023 bei Ausgrabungen im schwäbischen Nördlingen entdeckt und wurde nun zerstörungsfrei untersucht.

  • Schamanisches Erbe in der Jungsteinzeit: Der Rehgeweihkopfschmuck von Eilsleben-Vosswelle
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    Schamanisches Erbe in der Jungsteinzeit: Der Rehgeweihkopfschmuck von Eilsleben-Vosswelle

    Die Siedlung von Eilsleben-Vosswelle im Landkreis Börde bietet einzigartige Einblicke in die Zeit des Übergangs von Jägern und Sammlern zu Ackerbau und Viehzucht. Neue Forschungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt zeigen, wie eng die frühen Bauern mit den letzten Wildbeutern in Kontakt standen. Ein bearbeitetes Rehgeweih aus der Siedlung – vergleichbar mit dem Kopfschmuck der „Schamanin“ von Bad Dürrenberg – belegt den kulturellen Austausch und wirft Licht auf die spirituelle und soziale Vielfalt der Jungsteinzeit.

  • Auswertungen bestätigen das älteste Mithräum Bayerns in Regensburg
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    Auswertungen bestätigen das älteste Mithräum Bayerns in Regensburg

    Im Rahmen einer Grabung am Stahlzwingerweg in Regensburg brachten Archäologen Funde ans Tageslicht, deren Einzigartigkeit erst auf den zweiten Blick deutlich wurde: An dieser Stelle befand sich in römischer Zeit ein Heiligtum des Gottes Mithras – das älteste in ganz Bayern.

  • Neue wertvolle Dekorationen in der Villa Sora im Herculaneum-Park entdeckt
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    Neue wertvolle Dekorationen in der Villa Sora im Herculaneum-Park entdeckt

    Mehr als drei Jahrzehnte nach den letzten systematischen Untersuchungen erzählt die Villa Sora in der Gemeinde Torre del Greco erneut ihre Geschichte. Neue archäologische Forschungen, die im November 2025 begannen, liefern faszinierende Daten über eine der bedeutendsten Küstenvillen im Golf von Neapel. Sie ermöglichen neue Einblicke in den reich gegliederten Komplex, dessen Entwicklung durch den Ausbruch des Vulkans im Jahr 79 n. Chr. jäh unterbrochen wurde.

  • Bei der Freilegung eines mittelalterlichen Massengrabes bei Cambridge stießen Archäologen auf Spuren brutaler Gewalt
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    Bei der Freilegung eines mittelalterlichen Massengrabes bei Cambridge stießen Archäologen auf Spuren brutaler Gewalt

    Archäologen der Universität Cambridge haben am Stadtrand der englischen Universitätsstadt Cambridge eine mittelalterliche Grube freigelegt, die von extremer Gewalt zeugt. Im Wandlebury Country Park, rund drei Meilen südlich von Cambridge, kamen an der Fundstelle im sogenannten „Wandlebury Hill” die Überreste von mindestens zehn Männern ans Licht. Die Skelette wiesen teils erhebliche Verletzungsspuren auf. Dabei waren nicht alle Überreste vollständig.

  • Archäologische Untersuchungen in Werl-Westönnen lieferten überraschenden Befund einer eisenzeitlichen Salzsiederei
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    Archäologische Untersuchungen in Werl-Westönnen lieferten überraschenden Befund einer eisenzeitlichen Salzsiederei

    Seit Frühjahr 2024 gräbt in Werl-Westönnen (Kreis Soest) ein Archäologen-Team in Begleitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eine Fläche von zirka 6.000 Quadratmetern aus, die Arbeiten sind jetzt nahezu abgeschlossen. Archäologische Befunde und Funde haben die Forscher erwartet, allerdings war die Entdeckung einer über 2.500 Jahre alten Salzsiederei eine absolute Überraschung, denn bisher fehlten solche Nachweise in Westfalen, abgesehen von altbekannten Fundstellen im Werler Stadtkern.

  • Bislang unbekannte syrische Weltchronik aus dem 8. Jahrhundert analysiert
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    Bislang unbekannte syrische Weltchronik aus dem 8. Jahrhundert analysiert

    Neue Einblicke in die politischen und religiösen Brüche zwischen Spätantike und Frühislam liefern Forscher der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW): Im legendären Katharinenkloster auf dem Sinai stießen sie auf eine bislang unbekannte christliche Weltchronik aus dem frühen 8. Jahrhundert. Die ursprünglich auf Syrisch verfasste und später ins Arabische übersetzte Handschrift zählt zu den frühesten erhaltenen Quellen, die die Expansion des arabisch-islamischen Weltreichs aus christlicher Sicht schildern.

  • Archäologen entdecken reiche Kammergräber in der antiken Handelsmetropole Hala Sultan Tekke auf Zypern
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    Archäologen entdecken reiche Kammergräber in der antiken Handelsmetropole Hala Sultan Tekke auf Zypern

    Bei den jüngsten Ausgrabungen im spätbronzezeitlichen Hala Sultan Tekke auf Zypern stießen Archäologinnen und Archäologen auf zwei außergewöhnlich gut erhaltene Kammergräber aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. Der antike Einsturz ihrer Decken hatte die Grabbeigaben über Jahrtausende nahezu unberührt bewahrt – darunter wertvolle Keramik, Schmuck und importierte Luxusobjekte aus fernen Regionen. Die Funde eröffnen einen seltenen Blick auf Bestattungsrituale, Handelsnetzwerke und das soziale Gefüge einer bedeutenden Hafenstadt der Bronzezeit.

Januar 2026

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    Versteck oder Kultort? Archäologen stoßen auf Erdstall im Graben der Baalberger Kultur im Harz

    Versteck oder Kultort? Archäologen stoßen auf Erdstall im Graben der Baalberger Kultur im Harz

    Bei archäologischen Untersuchungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) im Zuge des geplanten Baus von Windkraftanlagen bei Reinstedt, einem Ortsteil von Falkenstein im Landkreis Harz, sorgte Ende 2025 ein außergewöhnlicher Befund für Aufsehen. Auf der Anhöhe „Dornberg“ legten Archäologinnen und Archäologen Spuren mehrerer prähistorischer Epochen frei: einen trapezförmigen Graben der Baalberger Kultur aus dem 4. Jahrtausend v. Chr., schlecht erhaltene Hockerbestattungen des späten Neolithikums und Reste eines wohl bronzezeitlichen Grabhügels.

  • Neue Erkenntnisse aus der Grotta del Romito: Paläogenetik entschlüsselt seltene Wachstumsstörung in prähistorischer Familie
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    Neue Erkenntnisse aus der Grotta del Romito: Paläogenetik entschlüsselt seltene Wachstumsstörung in prähistorischer Familie

    In einem Doppelgrab aus der Grotta del Romito in Süditalien haben Forscher erstmals eine genetisch bedingte Wachstumsstörung bei Menschen der späten Altsteinzeit nachgewiesen. Die Analyse alter DNA zeigte, dass zwei eng verwandte Individuen an einer seltenen Form von Kleinwuchs litten. Die Studie belegt, dass paläogenetische Methoden heute nicht nur Abstammung und Migration früher Populationen, sondern auch seltene genetische Erkrankungen in der Menschheitsgeschichte erforschen können.

  • 5.000 Jahre alte Inschrift zeugt von ägyptischer Kolonialmacht auf dem Sinai
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    5.000 Jahre alte Inschrift zeugt von ägyptischer Kolonialmacht auf dem Sinai

    Im Südwesten der Sinai-Halbinsel wurde eine rund 5.000 Jahre alte Felsinschrift entdeckt, die eine frühe Form kolonialer Machtdemonstration der alten Ägypter darstellt. Das Relief zeigt einen übergroßen Mann mit erhobenen Armen – vermutlich den ägyptischen Gott Min – vor einem knienden Sinaiten, dem ein Pfeil in der Brust steckt. Die Szene ist unübersehbar auf einem Felsen angebracht und symbolisiert, wie die Ägypter ihre Herrschaft bildlich in der Landschaft verankerten.

  • Neues Forschungsprojekt zum römischen Heiligtum von Nida
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    Neues Forschungsprojekt zum römischen Heiligtum von Nida

    Im Herzen des antiken Nida – heute Frankfurt-Heddernheim – rückt eines der spannendsten archäologischen Areale Hessens erneut in den Fokus der Forschung. Für die Auswertung der Grabungen im großen römischen Heiligtum haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) mehr als eine Million Euro bewilligt. In den kommenden drei Jahren soll ein internationales Team den außergewöhnlich gut erhaltenen Kultbezirk umfassend erforschen – ein bedeutender Schritt für die Römerarchäologie im Rhein-Main-Gebiet.

  • 2.000 Jahre alte Gräber unter künftigem Wohnquartier in Werne
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    2.000 Jahre alte Gräber unter künftigem Wohnquartier in Werne

    Nach mehrmonatigen Untersuchungen haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ihre Arbeiten am Südring in Werne im Kreis Unna abgeschlossen. Auf einer Fläche von rund 6.600 Quadratmetern entdeckte das Grabungsteam ein weit verstreutes Brandgräberfeld mit etwa 30 Bestattungen. Die Funde werden auf fast 2.000 Jahre datiert.

Heft 3/2026: Unter weitem Himmel
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