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Juni 2026

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    Neue Erkenntnisse zur Frühgeschichte Süditaliens: SIRIS-Project entdeckt archaische Befestigungen und außergewöhnliche Votivfunde

    Neue Erkenntnisse zur Frühgeschichte Süditaliens: SIRIS-Project entdeckt archaische Befestigungen und außergewöhnliche Votivfunde

    Neue Ausgrabungen des internationalen SIRIS-Project in Policoro liefern wichtige Erkenntnisse zur Frühgeschichte Süditaliens. Erstmals konnte ein bislang unbekanntes Verteidigungssystem aus ungebrannten Lehmziegeln nachgewiesen werden, das noch vor der Gründung von Herakleia entstand. Zudem brachten die Forschungen im archaischen Demeter-Heiligtum neue Votivdepots mit eisernen Obeloi ans Licht und erweitern damit das Wissen über Siedlungsentwicklung, Kultpraxis und soziale Strukturen der griechischen Kolonien im westlichen Mittelmeerraum.

  • Archäologen entdecken ersten illyrischen Tempel Nordalbaniens
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    Archäologen entdecken ersten illyrischen Tempel Nordalbaniens

    In einer antiken Siedlung bei Bushat in Nordalbanien haben Archäologen die Überreste eines großen hellenistischen Tempels freigelegt. Der Fund gilt als erster Nachweis eines illyrischen Tempelbaus dieser Art in der Region und stellt einen wichtigen Fortschritt bei der Erforschung einer lange in Vergessenheit geratenen Stadt dar, die möglicherweise mit dem antiken Bassania identisch ist.

  • Antike Fluchtafel aus Heerlen entschlüsselt: Griechischer Bindezauber im römischen Niedergermanien
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    Antike Fluchtafel aus Heerlen entschlüsselt: Griechischer Bindezauber im römischen Niedergermanien

    Eine in den Niederlanden entdeckte Bleitafel aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. gewährt neue Einblicke in magische Praktiken der Römerzeit. Die von Forschern der Universität Heidelberg entzifferte Inschrift enthält einen ungewöhnlichen altgriechischen Bindezauber im ägyptischen Stil. Der Fund belegt die weite Verbreitung religiöser und magischer Traditionen innerhalb des Römischen Reiches und eröffnet neue Perspektiven auf kulturelle Verflechtungen im römischen Niedergermanien.

  • Archäologen untersuchen in Woodstown mutmaßlich größte Wikingersiedlung Irlands
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    Archäologen untersuchen in Woodstown mutmaßlich größte Wikingersiedlung Irlands

    Neue archäologische Untersuchungen in Woodstown im Süden Irlands deuten darauf hin, dass es sich bei der Siedlung um das bislang größte bekannte wikingerzeitliche Handelszentrum des Landes handeln könnte. Funde belegen enge Verbindungen nach Norwegen und zeigen Woodstown als bedeutenden Knotenpunkt zwischen Handel, Handwerk und militärischer Expansion.

  • Rätselhafte Bestattung in Ofengrube: Schnurkeramischer Fund bei Gerstewitz
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    Rätselhafte Bestattung in Ofengrube: Schnurkeramischer Fund bei Gerstewitz

    Bei archäologischen Untersuchungen entlang der SuedOstLink-Trasse wurde bei Gerstewitz eine außergewöhnliche Bestattung aus der Zeit der Schnurkeramik entdeckt. Die Niederlegung eines jungen Mannes in einer Ofengrube sowie Spuren einer möglichen Verletzung werfen grundlegende Fragen zu Bestattungsritualen, Gewalt und Opferpraktiken in der Vorgeschichte auf.

  • Mittelalterlicher Steinkeller am Berliner Molkenmarkt entdeckt
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    Mittelalterlicher Steinkeller am Berliner Molkenmarkt entdeckt

    Eine großflächige Ausgrabung am Berliner Molkenmarkt hat einen außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Steinkeller freigelegt. Der Befund verweist auf ein bislang unbekanntes, repräsentatives Bauwerk und liefert neue Erkenntnisse zur Entwicklung der frühen Stadtstruktur Berlins. Umfang und Lage des Fundes deuten auf eine bedeutende wirtschaftliche und politische Funktion im spätmittelalterlichen Stadtraum hin.

  • Archäologen entdecken mittelalterliches Wassersystem und Moschee nahe der Zitadelle von Saladin, Kairo
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    Archäologen entdecken mittelalterliches Wassersystem und Moschee nahe der Zitadelle von Saladin, Kairo

    Eine ägyptisch-französische Mission hat nahe der Zitadelle von Saladin in Kairo bedeutende Funde aus der Mamlukenzeit gemacht. Freigelegt wurden ein komplexes Wasserversorgungssystem mit Brunnen, Wasserrädern und Kanälen sowie die Überreste einer Moschee und eines historischen Friedhofs. Die Entdeckungen liefern neue Erkenntnisse zur Infrastruktur, Stadtplanung und Entwicklung des islamischen Kairos.

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    Neues keltisches Fürstengrab bei Bad Camberg entdeckt

    Nahe Bad Camberg haben Archäologen ein außergewöhnliches eisenzeitliches Fürstengrab entdeckt. Die reich ausgestattete Wagenbestattung belegt erstmals eindeutig die Existenz einer lokalen keltischen Elite in der Region und eröffnet neue Perspektiven auf Machtstrukturen, Fernkontakte und Bestattungssitten der frühen Keltenzeit in Hessen.

Mai 2026

April 2026

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    Genomforschung beleuchtet die Entstehung mitteleuropäischer Gesellschaften

    Genomforschung beleuchtet die Entstehung mitteleuropäischer Gesellschaften

    Eine groß angelegte genomische Studie zeigt, dass die Bevölkerung im römischen Grenzraum Süddeutschlands zwischen Spätantike und Frühmittelalter nicht durch Massenmigration geprägt wurde. Stattdessen belegen die Daten die Mobilität kleiner Gruppen, soziale Trennung und eine rasche Vermischung nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches. Die Ergebnisse zeichnen ein neues Bild der Entstehung früher mitteleuropäischer Gesellschaften.

  • Rund 7.000 Jahre alte Grube mit Überresten von Bibern bei Alsleben entdeckt
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    Rund 7.000 Jahre alte Grube mit Überresten von Bibern bei Alsleben entdeckt

    Archäologische Untersuchungen entlang der geplanten Stromtrasse SuedOstLink haben bei Alsleben im Salzlandkreis einen außergewöhnlichen Befund zutage gefördert. In einer jungsteinzeitlichen Grube wurden die Überreste von mindestens zwölf Bibern entdeckt, die vermutlich gezielt zur Pelzgewinnung gejagt wurden. Der Fund liefert neue Hinweise auf spezialisierte Jagdpraktiken und materielle Kultur im Neolithikum.

  • KI rekonstruiert Opfer des Vesuvausbruchs: Neue Einblicke aus Pompeji
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    KI rekonstruiert Opfer des Vesuvausbruchs: Neue Einblicke aus Pompeji

    Erstmals setzt der Archäologische Park von Pompeji künstliche Intelligenz zur Rekonstruktion eines Vesuv-Opfers ein. Grundlage bilden aktuelle Grabungsdaten aus der Nekropole Porta Stabia, die neue Erkenntnisse über Fluchtverhalten und Todesumstände während der Katastrophe von 79 n. Chr. liefern. Das Projekt zeigt zugleich das Potenzial und die Grenzen KI-gestützter Archäologie.

  • Römisches Schiffswrack enthüllt faszinierende Geschichte antiker Schiffbautraditionen
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    Römisches Schiffswrack enthüllt faszinierende Geschichte antiker Schiffbautraditionen

    Seit Jahrtausenden verwenden Menschen verschiedene Abdichtungsmaterialien für Schiffe und Boote. Wissenschaftler analysierten nun die Beschichtungen eines Schiffswracks aus der Zeit der Römischen Republik und konnten anhand der darin enthaltenen Pollen die Vegetation der Landschaften identifizieren, in denen das Schiff gebaut und repariert wurde.

  • Archäologen finden mögliche Statue Ramses II. im östlichen Nildelta
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    Archäologen finden mögliche Statue Ramses II. im östlichen Nildelta

    Im Zuge archäologischer Arbeiten am Fundort Tell Faroun im Zentrum Al-Husayniya (Gouvernement Sharqia) hat eine ägyptische Mission des Obersten Rates für Altertümer eine monumentale Statue freigelegt. Erhalten ist der obere Teil der Skulptur, während Beine und Sockel fehlen. Aufgrund stilistischer Merkmale wird das Werk mit hoher Wahrscheinlichkeit König Ramses II. zugeschrieben.

  • Statue der Athena im Westtheater von Laodikeia freigelegt
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    Statue der Athena im Westtheater von Laodikeia freigelegt

    Im Zuge laufender Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten in der antiken Stadt Laodikeia, in der Westtürkei, wurde im Bühnengebäude des Westtheaters eine etwa zwei Meter hohe Statue der Göttin Athena aus Marmor freigelegt.

  • Spuren des ersten Truppenlagers und verkohltes römisches Brot in Vindonissa entdeckt
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    Spuren des ersten Truppenlagers und verkohltes römisches Brot in Vindonissa entdeckt

    Eine Rettungsgrabung in Windisch liefert neue Erkenntnisse zur Frühphase des römischen Militärstandorts Vindonissa. Die Befunde erlauben erstmals Rückschlüsse auf Ausdehnung und Struktur des ältesten Truppenlagers. Ein außergewöhnlicher Fund – ein verkohltes römisches Brot – unterstreicht die wissenschaftliche Bedeutung der Grabung.

  • Archäologen entdecken in Ägypten ein Ilias-Fragment im Mumifizierungskontext
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    Archäologen entdecken in Ägypten ein Ilias-Fragment im Mumifizierungskontext

    Im antiken Oxyrhynchus, dem heutigen Al-Bahnasa im ägyptischen Gouvernement Minya, hat eine spanische archäologische Mission unter Leitung der Universität Barcelona einen bemerkenswerten Fund gemacht. In einem rund 1600 Jahre alten Grab aus römischer Zeit entdeckten die Forscher einen Papyrus mit einem Fragment von Homers Ilias, das bewusst in den Mumifizierungsprozess integriert worden war.

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    Bronzezeitliches Ringdepot im Dresdener Stadtteil Wilschdorf entdeckt

    Bei Wilschdorf, einem Stadtteil von Dresden, hat der vom Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) zertifizierte Sondengänger Ronald Meißner ein spätbronzezeitliches Ringdepot entdeckt, das in die Zeit zwischen 1300 und 1100 v. Chr. datiert. Der Fund umfasst sechs gerippte Ringe sowie ein Ringfragment mit einem Gesamtgewicht von 837,2 Gramm.

  • Verborgene Details einer antiken Weltkarte: Neue Erkenntnisse zur Tabula Peutingeriana durch Multispektralanalyse
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    Verborgene Details einer antiken Weltkarte: Neue Erkenntnisse zur Tabula Peutingeriana durch Multispektralanalyse

    Die Tabula Peutingeriana zählt zu den außergewöhnlichsten kartographischen Zeugnissen der Antike. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt nutzt nun moderne Multispektralanalyse, um verblasste Details sichtbar zu machen und neue Erkenntnisse über das römische Weltbild und Verkehrsnetz zu gewinnen. Dabei lassen sich selbst verlorene Beschriftungen und kartographische Elemente rekonstruieren.

  • Bronzezeitliche Küche im Südkaukasus: Neue Einblicke in die Kura-Araxes-Kultur
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    Bronzezeitliche Küche im Südkaukasus: Neue Einblicke in die Kura-Araxes-Kultur

    Neue biomolekulare Analysen aus dem Südkaukasus zeigen, dass die Kura-Araxes-Kultur über eine überraschend vielfältige und ausgewogene Ernährung verfügte. Milchprodukte, Früchte und traubenbasierte Getränke spielten eine zentrale Rolle – und waren offenbar für alle Mitglieder der Gesellschaft zugänglich.

  • Seltene Bronzekessel aus Schaalby, Kreis Schleswig-Flensburg: Zeugnisse römischer Fernkontakte im Norden
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    Seltene Bronzekessel aus Schaalby, Kreis Schleswig-Flensburg: Zeugnisse römischer Fernkontakte im Norden

    In der Gemeinde Schaalby im Kreis Schleswig-Flensburg ist im Zuge einer genehmigten Detektorprospektion ein außergewöhnlicher archäologischer Fund zutage getreten. Entdeckt wurden mehrere Bronzekessel, die in die Römische Kaiserzeit beziehungsweise in die Völkerwanderungszeit (3.–5. Jahrhundert n. Chr.) datieren. Sie weisen auf weitreichende Kontakte zwischen Nordeuropa und dem römischen Einflussraum hin.

  • Erster Fund der griechischen Antike in Berlin: Münze aus Troja entdeckt
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    Erster Fund der griechischen Antike in Berlin: Münze aus Troja entdeckt

    Auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche im Berliner Bezirk Spandau wurde eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht: Eine rund 12 Millimeter große Bronzemünze aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. – gefunden von einem 13-jährigen Schüler. Es handelt sich dabei um den ersten archäologischen Beleg der griechischen Antike im Berliner Stadtgebiet.

  • Mikro-CT statt Zerstörung: Ein neuer Weg zur Untersuchung uralter DNA
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    Mikro-CT statt Zerstörung: Ein neuer Weg zur Untersuchung uralter DNA

    Die Untersuchung uralter DNA hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen – doch mit jeder Analyse gehen wertvolle menschliche Überreste unwiederbringlich verloren. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bonn zeigt nun, wie Mikro-Computertomographie dazu beitragen kann, Felsenbeinproben nachhaltig zu untersuchen und gleichzeitig für künftige Generationen zu bewahren.

  • Unterwasserarchäologie in Griechenland: Römische Kaianlagen und antike Wracks entdeckt
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    Unterwasserarchäologie in Griechenland: Römische Kaianlagen und antike Wracks entdeckt

    Neue Unterwasseruntersuchungen in der Argolis und vor Karpathos liefern bedeutende Erkenntnisse zur antiken Hafeninfrastruktur und zum maritimen Netzwerk der Ägäis. Die Funde reichen von römischen Kaianlagen bis hin zu Schiffswracks und Ankern aus über zwei Jahrtausenden und zeichnen ein differenziertes Bild antiker Nutzungskontinuitäten im Küstenraum.

Heft 4/2026: Kriminalfälle der Antike
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