Titelseite Antike Welt. Zeitschrift für Archäologie und Kulturgeschichte 3/2026

Über diese Ausgabe

  • Kulturelle Zentren in der Steppe: Handel, Handwerk und kulturelle Fernbeziehungen
    Plus S. 14-18

    Kulturelle Zentren in der SteppeHandel, Handwerk und kulturelle Fernbeziehungen

    Die Städte der Nomadenreiche im Orchontal waren keine Orte der Sesshaftwerdung der mongolischen Nomaden, sondern Schaltstellen zwischen mobilen Herrschern und ihren sesshaften Untertanen und Partnern in nah und fern. Handwerk, Fernhandel und der Austausch zwischen unterschiedlichen Religionen bildeten dabei ein System im Dienste der nomadischen Herrscher, das in Karabalgasun und Karakorum eindrücklich archäologisch zu fassen ist.

Titelthema

  • Die Stadt in der Steppe: Eine Einführung in die Stadtarchäologie der Mongolei
    Plus S. 8-13

    Die Stadt in der SteppeEine Einführung in die Stadtarchäologie der Mongolei

    Die mongolische Steppe ist mehr als nur Heimat für Nomaden: Sie blickt auf eine reiche Geschichte urbaner Zentren zurück. Hier sind Städte wie Karakorum und Karabalgasun als politische, religiöse und wirtschaftliche Zentren entstanden. Dabei entwickelte sich eine eigene Form von Urbanität, angepasst an eine von Mobilität geprägte Gesellschaft. Die Stadtarchäologie in der Mongolei bietet einen spannenden Einblick in die wenig bekannte Urbanitätsgeschichte einer einzigartigen Region.

  • Karabalgasun: Die Hauptstadt des Uigurenreiches
    Plus S. 19-24

    KarabalgasunDie Hauptstadt des Uigurenreiches

    Als die Uiguren die Göktürken als Herrscher der mongolischen Steppen ablösten und um 745 n. Chr. ihr Reich etablierten, gründeten sie eine Hof- und Residenzstadt im nomadischen Kernland des Orchontals. Die Stadt wird heute »Karabalgasun« – »Schwarze Ruine« – genannt. Sie ist in den Quellen auch als Ordu-Baliq überliefert, als »Stadt des Heerlagers«, und bildete für etwa ein Jahrhundert den politischen, religiösen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des Uigurenreiches.

  • Karakorum: Die Hauptstadt des Mongolenreiches
    Plus S. 25-31

    KarakorumDie Hauptstadt des Mongolenreiches

    Im Jahr 1220 gründete Dschingis Khan die Hauptstadt seines Reiches: Karakorum. Rund vier Jahrzehnte lang war sie das politische Zentrum eines Imperiums von Korea bis Osteuropa. Gesandte, Fürsten und Händler machten hier dem Großkhan ihre Aufwartung. Handwerker, Kleriker und Gelehrte fanden Arbeit, während andere als Sklaven an diesen Ort verschleppt wurden. Die Stadt wurde so zu einem Schmelztiegel unterschiedlicher Religionen und Weltbilder und zu einem Ort, an dem Weltgeschichte geschrieben wurde.

  • Kulturerhalt im Orchontal: Zwischen archäologischer Forschung, Restaurierung und digitaler Lehre
    Plus S. 32-34

    Kulturerhalt im OrchontalZwischen archäologischer Forschung, Restaurierung und digitaler Lehre

    Die Grabungen der mongolischen und deutschen Partner führten zu grundlegenden Erkenntnissen zur Geschichte des Orchontals und Diskussionen über notwendige Konservierungsmaßnahmen und Möglichkeiten, die neuen Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ab 2014 wurde daher ein umfassendes Kulturerhaltsprojekt initiiert, um die gefährdete Bausubstanz zu sichern und die Ergebnisse der langjährigen Grabung an der »Großen Halle« von Karakorum erstmals am Fundort selbst zu präsentieren.

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