Archäologie in Deutschland 3/2026

Über diese Ausgabe

Thema

  • Kann das weg? Was Abfall erzählt
    Plus S. 20-21

    Kann das weg? Was Abfall erzählt

    Seit Anbeginn der Menschheit entstehen Müll und Abfall. Spätestens seit der Sesshaftwerdung wurde dieser in einer Menge produziert, die dem heutigen Aufkommen kaum nachsteht. Als unmittelbare Zeugnisse des Lebens stellen diese Hinterlassenschaften ein bedeutsames Forschungsfeld der Archäologie dar. Denn anders als beispielsweise ausgewählte Grabbeigaben, hat Abfall nicht mit Absicht überdauert, sondern weil er weggeworfen wurde. Seine Analyse erlaubt uns daher ungeahnt tiefe Einblicke in den Alltag der Menschen vor unserer Zeit.

  • Fisch, Fäkalien und Brandrückstände – Spuren früher Entsorgung in Lettland
    Plus S. 22-25

    Fisch, Fäkalien und Brandrückstände – Spuren früher Entsorgung in Lettland

    Wie gingen steinzeitliche Jäger, Fischer und Sammler mit Abfällen und Fäkalien um? Hinterließen sie diese wahllos oder hatten sie eine Form der Abfallwirtschaft? Der im nordöstlichen Lettland gelegene Fundplatz Riņņukalns gibt überraschende Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

  • Die vielen Leben römischer Gläser
    Plus S. 28-31

    Die vielen Leben römischer Gläser

    Glas prägt unseren modernen Alltag – und auch in der römischen Welt war es aus vielen Lebensbereichen nicht wegzudenken. Ein Blick in Werkstätten, Wohnhäuser, Gräber und Depotfunde der Kaiserzeit und Spätantike zeigt, dass Nachhaltigkeit alles andere ist als eine Idee der Gegenwart.

  • Römische Waffen in neuem Gewand
    Plus S. 32-35

    Römische Waffen in neuem Gewand

    Altmetall-Recycling spart wertvolle Rohstoffe. Das wusste man bereits im Alten Rom. Und so finden sich vom Legionärshelm über dessen Panzer bis hin zu seinen Waffen unzählige Beispiele für die Umwandlung und Neuverwendung metallener Gegenstände im militärischen, aber auch im zivilen Bereich des Imperiums.

  • Vom Fuß zum Henkel in einer Altenburger Werkstatt
    Plus S. 36-37

    Vom Fuß zum Henkel in einer Altenburger Werkstatt

    In Ostthüringen stießen Archäologen auf die Reste einer Buntmetallwerkstatt, die unter anderem Grapen herstellte und im 14. Jh. mitsamt des Hausrats durch einen Brand zerstört wurde. In und unter den Schuttmassen hatten sich zahlreiche Funde erhalten, die unerwartet tiefe Einblicke in das einstige Leben und Handwerk vor Ort geben.

  • Entsorgung und Recycling in Berlins historischer Mitte
    Plus S. 38-41

    Entsorgung und Recycling in Berlins historischer Mitte

    Unter der heutigen Hauptstadt finden sich am Molkenmarkt eindrucksvolle bauliche Strukturen aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Insbesondere Keller, Latrinen und Brunnen lassen tief in die Vergangenheit der Stadt, und den dortigen Umgang mit Abfällen blicken.

Autorinnen und Autoren