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Religionen

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Religionen bestimmen nach wie vor unseren Alltag, manchmal vielleicht sogar mehr denn je, und davon, dass sie in säkularen Gesellschaften aussterben könnten, kann keine Rede sein. Der Islam, aber auch das Christentum und andere Religionen wachsen in globaler Perspektive.

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Die Psalmen. Aus der Hebräischen Bibel übersetzt von Rabbiner Ludwig Philippson

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Religionen der Welt

Sie werden im Sprachgebrauch oft in „kleinere“, „größere“ und „Weltreligionen“ unterschieden. Aber selbst bei den „Weltreligionen“ gibt es Forscher, die von sieben (Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Daoismus und Bahai bzw. Konfuzianismus) ausgehen, statt der weitgehend verbreiteten Annahme von fünf (Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus). Zahlenmäßig die größte Religion ist das Christentum mit 2,281 Milliarden vor dem Islam mit 1,553 Milliarden Gläubigen. Prozentual gesehen bedeutet das, dass circa 33 Prozent der Weltbevölkerung sich zum Christentum bekennt. Während 1900 gerade einmal 0,2 Prozent der Weltbevölkerung als religionslos galten, waren es im Jahr 2010 bereits 11,5 Prozent, Tendenz steigend.

Die Frage nach den Gemeinsamkeiten der Religionen ist auch deshalb eine stetig wichtiger werdende, weil durch eine globalisierte Welt die Berührung mit anderen religiösen Konfessionen und Glaubensrichtungen immer stärker wird. Der so genannte interreligiöse Dialog wird beispielsweise von Papst Franziskus wie auch seinen Vorgängern als eine der entscheidenden Aufgaben unserer Zeit betrachtet.

Monotheistische und polytheistische Religionen

Die Einteilung und Definition der Religionen ist komplex und wird immer noch kontrovers diskutiert. Eine der wichtigsten Bestimmungen ist dabei die Frage, ob es sich um eine monotheistische oder polytheistische Religion handelt. Es gibt in diesem Zusammenhang freilich auch noch feinere Abstufungen und Grenzfälle. Doch für eine erste, grobe Einteilung sind diese beiden Begriffspaare außerordentlich hilfreich.

Die Begriffe „Monotheismus“ und „Polytheismus“ beziehen sich auf die Frage, ob es in einer Religion einen Gott oder mehrere Götter gibt. Klassisch werden das Judentum, das Christentum und der Islam zum Monotheismus gezählt. Wobei es beispielsweise Muslime gibt, die aufgrund der Trinitätslehre dem Christentum einen „reinen“ Monotheismus absprechen würden.

Der Monotheismus kommt in den genannten Religionen meistens sehr dezidiert zum Ausdruck. So heißt es beispielsweise im Judentum, nach dem großen mittelalterlichen Philosophen Maimonides: „Gott ist der einzige Schöpfer, unsichtbar, körperlos, ewig und einzigartig.“ Wobei die Betonung auf „einzigartig“ liegt. Der Islam sieht im Glaubensbekenntnis zum einen Gott, in der „Shahada“, seine „erste Säule“ und dort heißt es: „Es gibt keinen Gott außer dem einzigen Gott und Mohammed ist der Gesandte Gottes.“ Das Christentum bekennt ebenfalls einen Gott, in den Zehn Geboten steht zu lesen: „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“ Der Monotheismus des Christentums war insofern ein Bruch mit dem antiken Polytheismus.

Andere monotheistische Religionen sind das Bahaitum, das Jesidentum, die Sikh-Religion sowie der Zoroastrismus. Übrigens: Es gibt eine weitere Form, den Henotheismus, der gewissermaßen zwischen Polytheismus und Monotheismus liegt. Dabei wird die Existenz anderer Götter nicht geleugnet, sich aber nur zu einem Gott bekannt. Manche Forscher sehen beispielsweise einen solchen Henotheismus bei Abraham und damit in den Anfängen der biblischen Geschichte vorliegen.

Abrahamitische Religionen

Überhaupt Abraham: Er spielt eine wichtige Rolle bei einer weiteren Einteilung oder besser vergleichenden Zusammenfassung von Religionen. So spricht man gelegentlich von den drei abrahamitischen Religionen. Dazu zählen gemeinhin das Judentum, das Christentum und der Islam. Hintergrund ist der gemeinsame Bezugspunkt Abraham. Abraham spielt auf jeweils unterschiedliche Weisen eine Rolle in den drei genannten Religionen, aber immer eine wesentliche als „Vater des Glaubens“.

So ist Abraham im Judentum der Stammvater aller Juden, sie sind gewissermaßen seine Kinder. Abraham hat mit Gott einen Bund geschlossen und ist als Wanderer, der in die Fremde geht, der personifizierte Verweis auf die Geschichte der Juden, seine „Nachkommen“. Im Christentum wird Abraham als Urvater im Glauben angesehen, dessen Bund mit Gott und die damit verbundenen Verheißungen erfüllt werden im Glauben an und durch Jesus Christus. Im Islam schließlich ist Ibrahim Stammvater der Ismaeliten und einer der wichtigsten Propheten. So soll Ibrahim die Kabaa, heute als Schrein der Mittelpunkt des Pilgerzentrums in Mekka, von den zu seiner Zeit vorherrschenden Götzendiensten befreien und sie neu errichtet haben. Die Hadsch, als Wallfahrt ebenfalls eine der „Säulen“ des Islams, steht somit immer auch im Kontext der Geschichte Ibrahims.

Allerdings werden die hier angedeuteten Gemeinsamkeiten von manchen Forschern, beispielsweise von Hubert Frankemölle in seinem neuen Werk „Vater im Glauben? Abraham/Ibrahim in Tora, Neuem Testament und Koran“, kritisch hinterfragt und die unterschiedliche Bedeutung Abrahams herausgestrichen. Was jedoch bleibt ist Abraham als wichtige Figur in jeder der drei „abrahamitischen“ Religionen.

Religionen in Deutschland

In Deutschland ist die Religionslandschaft traditionell christlich geprägt. Doch die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht, stellt sich nicht erst, seitdem Politiker damit Wahlkampf und Stimmung machen. Demnach gehören etwas unter 24 Millionen Deutsche der Römisch-Katholischen Kirche an, knapp 23 Millionen der Evangelischen Landeskirche. Danach folgt bereits der Islam mit geschätzt etwa vier Millionen Gläubigen noch vor den Angehörigen verschiedener christlich-orthodoxer und orientalischer Kirchen. Man geht von 0,27 Millionen Buddhisten sowie grob 0,1 Millionen Hinduisten und Juden aus. Dazu kommt ein Drittel aller Deutschen, das konfessionslos ist.

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