Bund – Zerwürfnis – Aussöhnung
(Gebundene Ausgabe)
Die Wiederentdeckung des Jüdischen im Christlichen
- Verlag Herder
- 1. Auflage 2027
- Gebunden
- 240 Seiten
- ISBN: 978-3-451-02843-4
- Bestellnummer: P028431
Wiederentdeckt kann nur werden, was schon einmal erkannt, anschließend aber verloren ging. Dies trifft uneingeschränkt auf den jüdischen Ursprung der christlichen Religion zu: Während sich die Kirche in den ersten Jahrhunderten ihrer jüdischen Wurzel bewusst war, änderte sich dies grundlegend, als das Christentum zur Staatsreligion wurde. Das Jüdische im Christlichen wurde fortan verneint und bekämpft, anstatt wertgeschätzt und gepflegt. Nach der Schoa jedoch besannen sich die christlichen Großkirchen wieder auf ihr jüdisches Erbe, gestanden ihre Schuldgeschichte ein und pflegen seither einen intensiven Dialog mit dem Judentum. Die Folge ist ein in vielerlei Hinsicht korrigiertes christliches Selbstverständnis, das bislang allerdings in die kirchliche Verkündigung und Predigtkultur nur allzu rudimentär Eingang gefunden hat. Nach wie vor sind althergebrachte Denkmuster anzutreffen, etwa, was das Verhältnis von Kirche und Synagoge, Altem und Neuen Bund oder Altem und Neuem Testament anbelangt. Der Band bietet ausführliche Einblicke in die bisherigen Dialogergebnisse, erschließt deren Konsequenzen für das christliche Glaubensverständnis und eröffnet Ausblicke auf die noch ungeklärten Fragen im jüdisch-christlichen Dialog.
Autor
Christoph Böttigheimer, geb. 1960, Theologiestudium in Innsbruck und Tübingen, 1993 Promotion zum Dr. theol. und 1996 Habilitation an der Universität München (LMU), seit 2002 Professor für Fundamentaltheologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt; zahlreiche Publikationen zu fundamentaltheologischen, ökumenischen und kirchenpolitischen Fragestellungen.