Tempora
(Gebundene Ausgabe)
Versuche über die Gegenwart des Unverfügbaren
- Verlag Herder
- 1. Auflage 2027
- Gebunden
- 336 Seiten
- ISBN: 978-3-451-02814-4
- Bestellnummer: P028142
In seinen vielbeachteten Büchern „Corpora“ und „Media divina“ hat Eckhard Nordhofen die Wurzeln des biblischen Monotheismus durch seine Mediengeschichte freigelegt. „Tempora“ vertieft und verlängert sie bis in die Gegenwart. Dass Jürgen Habermas mit dem transfunktionalen Erbe der biblischen Religion nicht fertig wurde, verbindet ihn mit Arnold Schönberg, der sich im Libretto seines Opernfragments „Moses und Aron“ als radikalster Theologe entpuppt. Nicht nur Immanuel Kants „Lustreise ins Paradies“, sondern auch die anderen Kapitel erweisen sich für Leserinnen und Leser als intellektuelle Lustreisen, die zugleich zu einem neuen Blick auf die christliche Tradition verhelfen.
Nordhofens These, dass der Gottesname JHWH, das Allerheiligste Israels, so aktuell ist wie kaum je, ergibt sich aus der rasanten Entwicklung der künstlichen Intelligenz. So nützlich sie sich in nahezu allen Lebensbereichen auswirken kann, so sehr beschwört ihre Simulationskraft die Gefahr eines totalitären Funktionalismus herauf. Der „Name“, der kein Name ist wie andere, sondern eine absolute Singularität, erweist sich in der Spur des biblischen Monotheismus als das große Gegenüber auch von KI. Alle 26 Kapitel (Beiträge) dieses Buches beziehen sich auf „ICH BIN DA“ als auf ihren magnetischen Mittelpunkt. Er ist niemals und nirgendwo nicht da.
Mit einem Vorwort von Jan-Heiner Tück, Thomas Brose
Autor
Eckhard Nordhofen, Dr. phil., geboren 1945, Publizist, Autor, lehrte als Honorarprofessor für theologische Ästhetik und Bildtheologie an der Universität Gießen; war Leiter der Zentralstelle Bildung der Deutschen Bischofskonferenz und Bildungsdezernent im Bistum Limburg, lebt im Main-Kinzig-Kreis.