Meine Religion ist das Mitgefühl
(Kartonierte Ausgabe)
Richard Wagner und das Christentum
- Verlag Herder
- 1. Auflage 2027
- Kartoniert
- 528 Seiten
- ISBN: 978-3-451-02835-9
- Bestellnummer: P028357
„Meine Religion ist das Mitgefühl“ – ist eine Paraphrasierung, die einem Gespräch zwischen Cosima und Richard Wagner entnommen worden ist. Cosima Wagner berichtet dabei in ihren Tagebüchern: „Abends spricht er […] daß er keine andre Religion kenne als das Mitgefühl“. (Cosima Wagner, Die Tagebücher 2,1878-1883, 27.Januar 1882). Dieser Leitsatz kann als paradigmatisch für das lebenslange Suchen Richard Wagners nach „Erlösung“ und dessen Finden im „Mitgefühl“ verstanden werden. In (fast) allen Wagner-Opern und Musikdramen ist das Thema der „Erlösung“ das Vorherrschende. In seiner zweiten Lebenshälfte findet Richard Wagner den Schlüssel dazu in Arthur Schopenhauers Werk Die Welt als Wille und Vorstellung. Die letztgültige Antwort zur Frage der „Erlösung“ gibt Richard Wagner im Parsifal, der ein durch Schopenhauer geprägtes christliches Denken Wagners offenbart, das das „Mitgefühl“ in den Mittelpunkt stellt.
Die Dissertation untersucht unter diesem Blickwinkel Wagners lebenslanges Ringen mit dem Christentum ebenso, wie die Herausbildung einer Kunstreligion des Bayreuthers. Ein Vergleich mit der katholischen Erlösungs-Theologie Joseph Ratzingers zeigt dabei Gemeinsames und Trennendes.
Autor
Uwe Groß, geb. 1966, Dr. phil., Studium der Theologie und Philosophie in Mainz und Frankfurt. Seit 1995 in der Pfarrseelsorge des Bistums Limburg tätig, zunächst als Pastoralreferent, dann als Ständiger Diakon. Seit über 30 Jahren Mitarbeit in der katholischen Hörfunkarbeit des Hessischen Rundfunks.