Übersetzungen (eBook (PDF)) Das Religiöse im säkularen Denken

  • Verlag Herder
  • 1. Auflage 2026
  • virtuell (Internetdatei)
  • 320 Seiten
  • ISBN: 978-3-451-84051-7
  • Bestellnummer: P840512

Säkulare Übersetzungen des Religiösen

Biblische und theologische Kategorien wie Auferstehung, Inkarnation, Berufung und Vergebung, selbst voraussetzungsreiche Begriffe wie kenosis oder agape begegnen in den letzten Jahrzehnten vermehrt in säkularen Diskursen. Von Martin Heidegger und Hannah Arendt über Julia Kristeva und Jacques Lacan bis Giorgio Agamben und Slavoj Žižek werden Elemente religiöser Sprache systematisch übernommen und transformiert, um Subjektivität und Gemeinschaft zu hinterfragen und Komplexitäten der Gegenwart politisch zu reflektieren.

Ausgangspunkt der hier versammelten Beiträge ist die Überzeugung, dass religiöse Narrative und Symbole gerade in einer Zeit fortschreitender Säkularisierung und Pluralisierung neu gelesen werden: Sie erfahren Prozessen der Übersetzung, Re-Signifikation und Verortung in andere symbolische Konstellationen und können so ihre kritisch-prophetische Dimension ganz neu entfalten.

Inspiriert u. a. von Jacques Derridas, Paul Ricoeur, Walter Benjamin und Antoine Berman versteht Guanzini Übersetzung als ethische Praxis – als Praxis, die sich jedem Dogmatismus und jeder Gleichförmigkeit widersetzt und in Offenheit gegenüber der Andersheit gründet. In diesem Horizont untersucht und reflektiert der Band säkulare Übersetzungen und Metamorphosen des Religiösen im Gespräch mit kontinentalen Philosophien, der lacanschen Psychoanalyse und Positionen der Ästhetik.

Autorin

Isabella Guanzini, geb. 1973, Dr. theol. Dr. phil., ist Professorin für Fundamentaltheologie an der Katholischen Privat-Universität Linz. Im Wintersemester 2024–2025 hatte sie die Guardini-Professur für Religionsphilosophie und das katholische Weltbild an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Seit 2024 ist sie Gastprofessorin für Philosophie im International Master’s Program der Sinclètica Escola Monàstica in Terragona (Spanien). Sie promovierte in Theologie an der Universität Wien und in Philosophie an der Katholischen Universität Mailand. Ihre Habilitation erlangte sie 2021 an der Goethe-Universität Frankfurt. Von 2016 bis 2019 war sie Professorin für Fundamentaltheologie an der Universität Graz.

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