Ökumenisches Jubiläum100 Jahre Dachverband

 Jubiläumsveranstaltung 100 Jahre VEF
© Valère Schramm // happen.media

Einer der ältesten Ökumenischen Dachverbände Deutschlands hat sein 100. Bestehen gefeiert: Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) mit heute 15 Mitgliedskirchen wurde am 29. April 1926 in der Friedenskapelle der Baptistengemeinde Leipzig gegründet. Das Jubiläum wurde in der zum Mülheimer Verband Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden gehörenden Berliner Lukas-Gemeinde begangen. Im Festgottesdienst bezog sich VEF-Präses Marc Brenner auf das Buch Kohelet: „Zwei haben es besser als einer allein; denn zusammen können sie mehr erreichen.“ Mit einem Seil in der Hand betrat der Pastor, der zur gemäßigt pfingstkirchlichen Freikirche der „Gemeinde Gottes“ gehört, die Bühne. Wenn viele Stränge zusammenkommen und Christus die tragende Mitte bilde, so der am Folgetag wiedergewählte VEF-Präsident, entstehe eine Verbindung, die halte.

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, betonte die Kanzelgemeinschaft. Ebenso wie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Christopher Easthill, hob sie hervor, dass der VEF-Beauftragte am Sitz der Bundesregierung, Pastor Konstantin von Abendroth, dagegen protestiert hatte, dass die AfD versuchte, „einen Keil zwischen Frei- und Landeskirchen zu treiben“. Für die katholische Kirche räumte Bischof Gerhard Feige ein, dass man gegenüber den Freikirchen lange schuldig gewesen sei. Der griechisch-orthodoxe Bischof Emmanuel von Christoupolis sprach sich für ein Zusammenstehen gegen spaltende Ideologien aus. Indes war das eigentliche Signal die bloße Selbstverständlichkeit, mit der ein katholischer und ein orthodoxer Bischof bei einem Fest von Freikirchen auftraten. Dies wäre so vor 30 Jahren vermutlich nur schwer vorstellbar gewesen. 

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