Die siebenköpfige Jury hat Hermann Pölking zum Träger des Hauptpreises bestimmt. In ihrer Begründung hebt sie hervor: "Der Georg-Dehio-Kulturpreis 2026 – Hauptpreis wird dem Publizisten, Sachbuchautor und Filmproduzenten Herrmann Pölking für seine filmische Visualisierung der Geschichte Ostpreußens verliehen. Grundlage für seine beeindruckenden Filmproduktionen wurden Pölkings materialgesättigten und wiederholt aufgelegten Bücher über Ostpreußen. Bereits 2014 entstand die Filmdokumentation Ostpreußen – Panorama einer Provinz, in der Pölking über 300 Minuten dokumentarisches Filmmaterial über Ostpreußen veröffentlichte, darunter sehr viele neu entdeckte und erstmals der Region zugeordnete Quellen. Der Film Ostpreußen – Entschwundene Welt, die komprimierte 100-Minuten-Fassung dieser Quellensammlung, kam 2025 in die deutschen Kinos. In einem gekonnten Arrangement wird die ostpreußische Kulturlandschaft mit ihren Städten und Naturschönheiten, ihren Häfen und Badeorten porträtiert. Malerische Impressionen, ethnographisch anmutende Versatzstücke und Bilder der Propaganda zeigen unterschiedliche Perspektiven auf die Entwicklung der Region in der NS-Zeit. Bilder von den Zerstörungen des Jahres 1945 und ihrer Folgen für die Menschen lassen keine nostalgische Verklärung aufkommen. Die Intentionen und Kontexte der jeweiligen Filmquellen werden in sachlichen Begleitkommentaren erläutert. Pölkings filmische Annäherung an die Vergangenheit Ostpreußens ist ein zentraler und bleibender Beitrag zum visuellen Gedächtnis der 'entschwundenen Welt'."
"Mit dem vom Deutschen Kulturforum östliches Europa verliehenen Georg-Dehio-Kulturpreis, der in diesem Herbst zum zwölften Mal vergeben wird, werden Persönlichkeiten und Initiativen geehrt, die sich in vorbildlicher Weise mit den Traditionen und Interferenzen deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa bewahrend, zukunftsorientiert und im partnerschaftlichen Dialog auseinandersetzen."