Ihre PostLeserbriefe

Drei Frauen

Zum Titelbild „Gehaltener Hirte“ 

Der Text beschreibt es als „symbolstarke Geste“, dass Bischof Heiner Wilmer sich halten lässt. Symbolstark erscheint mir dabei nicht zuletzt, dass es drei Frauen sind, die den Bischof stützen. Sind es nicht immer wieder Frauen, die die Arbeit der Kirche stützen, ja tragen? Gar nicht zu reden von den Frauen, die in der Bibel als unverzichtbare Helferinnen und Trägerinnen des Glaubens gezeigt werden. Hoffen wir, dass sich Bischof Wilmer und mit ihm die „Herren der Kirche“ dessen bewusst sind oder werden!

Ursula Engelhardt (online)

Sortierung

Zur Neugestaltung der Zeitung

Selbstverständlich ist das Aussehen wichtig. Wo fängt das äußere Bild meine innere Aufmerksamkeit ein? Wenn der große Beitrag auf Seite 2 nach oben gelegt wird, hat der Journalist seinen Schwerpunkt zu aktuellen Ereignissen in der Weltkirche einzubringen. Die Spalte „Zum inneren Leben“ auf Seite 5 ist nach innen gerückt. Bewusst oder ein schöner Zufall? Ich freue mich über die wöchentliche Ausgabe mit Impulsen für meine Spiritualität und Gottesdienste! Sehr wichtig sind auch Berichte und Einschätzungen zu Konferenzen.

Norbert Appel, Wetter

Bei der stärkeren Sortierung des Heftes scheint ein Fixpunkt verloren gegangen zu sein: das Zitat der Woche. Jetzt, wo es fehlt, wird mir erst bewusst, was seinen besonderen Reiz ausmachte. Die kurze Aussage schon beim ersten Durchblättern ein-, zweimal zu lesen und auf mich wirken zu lassen. Und dann die Überraschung, wenn ich sehe, wer da zitiert wird und in welchem Kontext. Für mich ein kleines, oft inspirierendes Highlight bei der Lektüre des CIG.

Dr. Sabine Gies, Würzburg

Gerungen

Zum Zeitgang „Bemerkenswerter Balanceakt“

Mit Sorgfalt und auch Emotionalität hat die Katholische Frauengemeinschaft zum Thema Schwangerschaftsabbruch gerungen. Der lange und gute Artikel zum Thema Schwangerschaftsabbruch endet neben dem kurzen Beitrag auf der Nachbarseite. Der beginnt mit dem fettgedruckten Satz: „Zu Gott kann man erst kommen, wenn man zur Welt gekommen ist.“ Dafür wäre eine deutliche Erklärung nötig!

Annemarie Plassmann, Bochum

Werdendes Leben verdient vollen Schutz des Strafrechts, auch wenn in bestimmten Fällen bei Abtreibungen „Gnade vor Recht“ walten muss. Eine Lösung mit Diskriminierungspotential. Doch ein scheinbar untragbarer Preis für den Schutz des Lebens? Unzumutbar angesichts der unauflösbaren Güterabwägung zwischen Leben der Mutter und dem des Kindes?

Johannes M. Führt, Hagen

Es fehlt das Eingeständnis, dass bei mehr als 100000 Abtreibungen pro Jahr (öffentlich genannt, es sind aber mehr) in zehn Jahren 1 Million Kinder nicht geboren werden! Es ist beschämend, dass diese wehrlosen Menschen – und es sind Menschen ab ihrer Entstehung – so oft einfach „unter den Tisch“ fallen. Dafür wird eifrig diskutiert, wie Abtreibungen erleichtert oder gar von den Sozialversicherungen noch finanziert werden mit der Begründung der „Selbstverwirklichung“ der Frau.

Bruno Schmid, Munderkingen

Wenn es um das Thema Schwangerschaftskonflikt geht, wird immer wieder die Selbstbestimmung der Frau sehr betont. Bei den vielen Abtreibungen, die es gibt, wäre die Frage interessant, wie selbstbestimmt eine so schwerwiegende Entscheidung im Einzelfall denn tatsächlich ist. Und – ohne verurteilen zu wollen: Wo bleibt eigentlich in der ganzen Problematik diese Selbstbestimmung, wenn es um die Entstehung neuen Lebens geht?

Manfred Weisser, Germering

Namen nennen

Zum Artikel „Entbittern“

Der inspirierende Beitrag zitiert das schöne Lied Ermutigung des Liedermachers und Lyrikers Wolf Biermann („Lass Dich nicht verbittern…“), leider ohne ihn dabei beim Namen zu nennen. Dabei verdanken wir diesem Dichter das ein oder andere Glanzlicht, etwa die Verse: „Das kann doch nicht alles gewesen sein, das bisschen Fußball und Führerschein. Das war nun das donnernde Leben?“

Dr. Leopold Hahn, Wessobrunn

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