Aus, vorbei. Zum dritten Mal hat es Deutschland bei der Fußball-WM der Männer nicht ins Achtelfinale geschafft. Es war schon schwer genug, vor Ort Kinder und Jugendliche für dieses Turnier zu begeistern – auch weil die Übertragungszeiten in der Nacht waren. Aber der Funke sprang über; immer mehr trugen ihre Nationaltrikots, tauschten Panini-Bilder, freuten sich über die Spiele und Erfolge. Manche verglichen die Situation mit der WM vor 20 Jahren: Ein Sommermärchen täte uns doch auch jetzt gut inmitten weltweiter Depression. Die Magie einer WM!
Und jetzt Entzauberung: Es gibt Heranwachsende, in denen kein „WM-Geist“ mehr zu wecken ist, Chance vertan! Dabei hat der Fußball eine Kraft, die es woanders so nicht gibt – das bestätigen alle, die mit anderen, eben erfolgreichen WM-Spielen großgeworden sind. Ein gesunder nationaler Stolz (mit Fahnen und Hymne) inklusive. Nicht die finanziell gut abgesicherten Spieler tun mir von Herzen leid; nein, mir tut eine Generation leid, die sich nicht mehr für eine WM begeistern kann.