Neulich schrieb uns eine Leserin, sie schätze den Christ in der Gegenwart, doch würden aus ihrer Sicht zu wenig evangelische Themen behandelt. Da sie evangelische Christin sei, fehle ihr da was. Das ist natürlich bedauerlich, wirft allerdings die Frage auf, wieso es diese Einteilung eigentlich noch gibt.
Tatsächlich kommen wir trotz ökumenischer Offenheit nicht ganz aus unserer katholischen Ecke heraus, was auch daran liegt, dass die kirchlichen Debatten nach wie vor stark konfessionell imprägniert sind. Doch wir geloben Besserung. Künftig sollen neben interreligiösen auch protestantische und orthodoxe Stimmen bei uns stärker zu Wort kommen und diskutiert werden.
In dieser nun vorliegenden Ausgabe allerdings kümmern wir uns besonders um hausinterne Probleme. Wir messen dabei die ganze Bandbreite des Katholischen aus. Auf Seite 2 geht es in einem „Pro und Contra“ um das vatikanische Predigtverbot für Laien und auf Seite 3 um die gesellschaftliche Bedeutung der Piusbrüder in Frankreich und die Frage, warum sie einigen attraktiv erscheinen. Die Vielfalt der amerikanischen Religionslandschaft durchmessen wir auf den Seiten 6 und 7. Anregende Lektüre!