Mehr als schmückendes Beiwerk?
(Kartonierte Ausgabe)
Zur Bedeutung liturgischer Laiendienste
- Verlag Herder
- 1. Auflage 2027
- Kartoniert
- 240 Seiten
- ISBN: 978-3-451-02849-6
- Bestellnummer: P028498
Mit dem Motu proprio Spiritus Domini hat Papst Franziskus 2021 festgelegt, dass der Zugang zu den liturgischen Laienämtern des Lektorats und des Akolythats allen Gläubigen – also nicht nur Männern, sondern auch Frauen – offensteht, die dafür geeignet sind. Die Reaktionen reichten von erfreuter Zustimmung bis zu gleichgültiger Kenntnisnahme – zumal dort, wo Lektor(inn)en und Kommunionhelfer(innen) bereits ohne dauerhafte Beauftragung fester Bestandteil des liturgischen Lebens sind. Zugleich rief die Entscheidung Fragen hervor, wie sich diese nun offiziell anerkannten Ämter – praktisch 50 Jahre zu spät – sinnvoll in die etablierten Strukturen des gottesdienstlichen Lebens vor Ort einfügen lassen.
Vor diesem Hintergrund gehen die Beiträge des Bandes Fragen nach wie: Welche Rolle spielen liturgische Laiendienste heute? Werden sie wirklich als konstitutiv für das liturgische Leben der Kirche wahrgenommen – oder sind sie doch nur ein Nice-to-have und damit nur ein schmückendes Beiwerk? Gelten sie praktisch als feste „Institutionen“ oder eher als beliebige Unterstützungsinstrumente der Kleriker, die bei Bedarf eingesetzt werden (können)? Gelingt deren Profilierung mit dauerhafter Beauftragung oder ist dieser Zug schon lange abgefahren?
Mit Beiträgen von Stefan Kopp, Stephan Wahle, Julia Schwarzer, Matthias Daufratshofer, Matthias Ambros, Serena Noceti, Nicole Stockhoff, Egbert Ballhorn, Ursula Schumacher, Samuel-Kim Schwope, Ann-Katrin Gässlein, Stefan Böntert, Johannes Greifenstein, Alexandru Ioniță, Jan Loffeld, Burkhard Berkmann
Herausgeberin
Dr. theol.; studierte Religions- und Islamwissenschaften sowie Katholische Theologie in Bern, Fribourg und Luzern. Seit 2017 ist sie wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Universität Luzern mit Professurvertretung von 2025 bis 2026 und arbeitet in der Cityseelsorge der Katholischen Kirche im Lebensraum St. Gallen.
Herausgeber
Stefan Kopp wurde 1985 geboren und ist Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Geschichte und Theologie des liturgischen Raumes, Liturgiegeschichte des Mittelalters und der Neuzeit, ekklesiologische, liturgietheologische und pastoralliturgische Fragestellungen sowie Liturgie und Ökumene. Zuletzt erschien: Ist der Kirche noch zu helfen? Anamnesen – Diagnosen – Therapien (Kirche in Zeiten der Veränderung 18), herausgegeben mit Herbert Haslinger, Freiburg 2023.
Herausgeber
Stephan Wahle, geb. 1974, Prof. Dr. theol. habil., Studium der Katholischen Theologie und Philosophie in Bonn, Lehrtätigkeiten an den Universitäten Freiburg i. Br., Tübingen, Fribourg/Schweiz, seit 2023 Inhaber des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Paderborn.