Sie setzte sich für Bürgerrechte und Rassengleichheit ein, förderte die freie Meinungsäußerung, war Anhängerin der US-Demokraten und Sigmund Freuds, liebte die Bücher von Beckett und Flaubert ebenso wie ernste Filmrollen, für die sie jedoch kaum engagiert wurde: Am 1. Juni wäre die Schauspielerin Marilyn Monroe 100 Jahre alt geworden. Bis zu ihrem frühen Tod 1962 durch eine Überdosis an Barbituraten war sie eine der bekanntesten und meistfotografierten Frauen der Welt, bis heute gilt sie als einer der größten weiblichen Filmstars aller Zeiten.
Von ihren Pflegeeltern wurde sie in den ersten sieben Lebensjahren streng protestantisch erzogen. Vormundschaften und Unterkünfte wechselten später häufig, Erfahrungen von Angst, Ungewissheit und sexueller Gewalt prägten ihre Kindheit. Ihre Weltkarriere begann, nachdem sie ein Fotograf als 19-Jährige am Fließband einer Rüstungsfabrik entdeckt hatte. „All we demanded was our right to twinkle – Was wir gefordert haben, war lediglich unser Recht zu funkeln“, sagte sie einmal.
Marilyn Monroe starb als Jüdin, nachdem sie mit der Heirat ihres dritten Ehemanns, des Dramatikers Arthur Miller, konvertiert war.