Marienverehrung: Vor allem irdisch Als Kind faszinierte ihn die Erzählung von der Himmelskönigin. Heute hat Heribert Scheffler einen anderen Blick auf Maria. Von Heribert Scheffler 3.5.2026, Berichte / 2 Kommentare Diesen Artikel jetzt lesen! Im Abo Ihr Plus: Zugriff auch auf alle anderen Artikel im Abo-Bereich 4 Hefte + 4 Hefte digital 0,00 € danach 75,40 € für 26 Ausgaben pro Halbjahr + Digitalzugang inkl. MwSt., zzgl. 27,30 € Versand (D) 4 Hefte digital 0,00 € danach 68,90 € für 26 Ausgaben pro Halbjahr im Digitalzugang inkl. MwSt., Im Abo Im Digital-Abo Abo testen Digital-Abo testen Sie haben ein Abonnement? Anmelden Teilen Teilen Whatsapp Mailen Überschrift Artikel-Infos Autor/in Heribert Scheffler ist Pädagoge und Theologe. Er war Schulleiter und Dozent mit Lehrauftrag an der Universität Duisburg-Essen. Auch interessant Gratis 3/2026 S. 1 Winter: Maria im Schnee Von CHRIST IN DER GEGENWART Gratis 18/2026: 3. Mai 2026 S. 1 Editorial: Maienkönigin Von Johanna Beck Gratis 18/2026: 3. Mai 2026 S. 19 Perspektiven auf Maria Von Clemens Klünemann Diskussion Kommentieren 2 Kommentare Von Martin am 05.05.2026 Ein Artikel in einer Zeitschrift, wie der CiG, der nur aus der Ich-Befindlichkeit ruft, dass er mit seiner in der Kindheit gespürten marianischen Spiritualität nichts mehr anfangen kann, führt in die Aporie, worüber man mit Wittgenstein nur raten kann, es dann auch nicht zu drucken. Für einen Theologen, als der sich Scheffler ausgibt, dazu als Pädadogen, also einen, der -hoffentlich- zum Wahren, Guten und Schönen führen möchte, ist dieses marianische Absurdum eine Selbstabbau, wenn es nicht einmal fähig ist marianisches Denken christologisch abzuleiten. Der jammervolle Verweis auf die biblisch nur spärlich und zart zurückhaltenden Stellen ohne Bewusstsein jahrhundertealter Entfaltung marianischen Denkens von Christus her, wäre nicht nötig gedruckt zu werden. Ein Ansprechen Mariens als "Himmelskönigin" setzt eine Beziehung frei zu Maria als Frau, die Christus getragen hat: Himmel auf Erden, der Ewige im Menschen, der den Men-schen wie Maria zum Ewigen erlösen will. Das Bewusst-werden Mariens als Gottesgebärerin, Theotokos, von daher Mater Dei, Mutter Gottes, erweist die Loslösung einer nur erdverhaftet gesehenen Frau aus einer Sicht rein soziologischer Fraulichkeit zu einem Beziehungsort, in dem der EWIGE, sein Name sei gepriesen, sich auszudrücken weiß, und zwar nicht nur im Geburtsvorgang, sondern, mit Meister Eckhart, in Analogie zur Geburt der Seele. Hoffnung kann nicht eine zurückdatierte sorgenkenntnisreiche Frau machen, in feministischer Mitsorge, sondern nur die mit Christus beziehungsreiche Frau, die den Tod überwunden und uns als Erste den Weg weist zu Christus in der Einheit der Dreifaltigkeit, ein marianisches Erleben,welches sogar Künstler bildreich verkünden können. Antworten Schreiben Sie eine Antwort Angemeldet kommentieren Als Gast kommentieren Anmeldung E-Mail * Passwort * Passwort vergessen? Angemeldet bleiben Anmelden Diese Angaben benötigen wir von Ihnen. Ihre E-Mail-Adresse zeigen wir nicht an. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Name angezeigt wird, wählen Sie bitte zusätzlich einen Anzeigenamen, den wir dann anstelle Ihres Namens veröffentlichen. E-Mail-Adresse * Vorname * Nachname * Anzeigename ** Kommentar * Ja, ich möchte den kostenlosen CiG-Newsletter abonnieren und willige in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zweck des E-Mail-Marketings durch den Verlag Herder ein. Den Newsletter oder die E-Mail-Werbung kann ich jederzeit abbestellen. Ich bin einverstanden, dass mein personenbezogenes Nutzungsverhalten in Newsletter und E-Mail-Werbung erfasst und ausgewertet wird, um die Inhalte besser auf meine Interessen auszurichten. Über einen Link in Newsletter oder E-Mail kann ich diese Funktion jederzeit ausschalten. Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen. Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns wichtig. Hier finden Sie unsere Hinweise zum Datenschutz. Kommentieren Von Josef Lust am 04.05.2026 Maria in der Dusche Aus meiner Sicht sollte es Aufgabe christlicher Gemeinschaften, wie eigentlich jeder Religionsgemeinschaft sein, ihren Mitgliedern zu einem reifen Gottesglauben zu helfen. Leider sehe ich bei vielen meiner Mitmenschen, dass sie laut dem Stufenmodell von James Fowler und Fritz Oser nicht über die kindliche Phase des „Do ut des“ hinausgekommen sind. Mit dem Erscheinungs- und Wunderglauben, die -wie Heribert Scheffler so treffend beschreibt- den Naturgesetzen zumindest zeitweise zuwiderlaufen, sollte ein wissenschaftlich gebildeter heutiger Mensch nichts mehr anfangen können. Meine Tochter, die als Kindergartenbeauftragte ihrer Gemeinde, von mehreren Kindergärten dieses Jahr angefragt wurde, kindgerechte „Maiandachten“ in verschiedenen Kindergärten zu gestalten, wurde von einer Sekretärin darauf hingewiesen, dass sie ja dazu eine Marienstatue benötige. Kurzerhand hatte sie eine so typische Statue organisiert. Schlanke Frau, Krone auf dem Haupt, Jesuskind auf dem Arm. Leider ist die Sekretärin beim Transport dieser Statue mit ihrem Auto zu schnell um die Kurve gefahren, so dass die Statue umgefallen ist und sich mehrere Finger gebrochen hatte. Der Mann meiner Tochter hatte kurzerhand geholfen, die Marienstatue in die Dusche gestellt, dort die Finger mit Sekundenkleber wieder angeklebt und nachdem alles sauber getrocknet war, noch dazu die Gelegenheit genutzt, die Statue mit der Dusche zu reinigen. Als wir beim nächsten Oma- und Opatag uns über die Maria in der Dusche gewundert hatten, hatte uns dann unsere Tochter diese Geschichte erzählt. Für jede Generation ist es wichtig, die Erzählungen unseres Glaubens in einer zeitgemäßen und glaubwürdigen Sprache, weiterzugeben. Und da bin ich mir sicher, dass zum einen unsere Tochter, die wissenschaftlich zu arbeiten gelernt hat, dazu in der Lage ist. Und ich denke auch, dass die Geschichte der „Maria in der Dusche“ dazu helfen kann. Und das Heribert Scheffler wunderbar zusammengefasst: Maria muss als Mutter Jesu eine sehr erdverbundene und bodenständige Frau gewesen sein, sie war stark im Leiden und in der Hoffnung, sie kannte Sorgen und Ängste und lebte in einer großen Liebe zu den Menschen. Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel Antworten Schreiben Sie eine Antwort Angemeldet kommentieren Als Gast kommentieren Anmeldung E-Mail * Passwort * Passwort vergessen? Angemeldet bleiben Anmelden Diese Angaben benötigen wir von Ihnen. Ihre E-Mail-Adresse zeigen wir nicht an. 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Heribert Scheffler ist Pädagoge und Theologe. Er war Schulleiter und Dozent mit Lehrauftrag an der Universität Duisburg-Essen.