Es gibt einen Aspekt an den biblischen Geschichten nach der Auferstehung Jesu, der mir erst in letzter Zeit noch einmal besonders bewusst – und wertvoll – geworden ist: Jesus hat vor und während seiner Kreuzigung die schlimmsten Demütigungen und Qualen erleiden müssen, wird zu Tode gefoltert, begraben. Nach drei Tagen folgt die erlösende Auferstehung. Und was tut er dann? Er schwingt sich nicht zum großen Rächer auf, geht nicht mit Feuer und Schwert auf seine Peiniger los, ist nicht von Wut und Groll angetrieben und wird nicht als Verwundeter selbst zum „Verwunder“. Nein, er bricht mit jeglichen Aggressions- und Vergeltungskreisläufen! Vielmehr tritt er ganz und gar sanftmütig auf. Fast unscheinbar gesellt er sich zu seinen Jüngern, lässt sich an seinen Wunden berühren, legt ihnen die Schrift aus und gibt ihnen seinen „Missionsauftrag“ mit auf den Weg. Und seinem Freund, der ihn doch verraten hat, stellt er nicht die empörte Frage nach dem Warum, sondern er will nur eines wissen: „Liebst du mich?“ Und gerade durch diese versöhnliche Art entfalten er und seine Botschaft eine ganz besonders starke Wirkung. Auch das ist eine österliche Botschaft, die bis zum heutigen Tag nichts an Vorbildhaftigkeit und Bedeutsamkeit eingebüßt hat!
1 | Israel. Der Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pizzaballa, hat in seinem Hirtenbrief von einem „globalen Paradigmenwechsel“ seit dem 7. Oktober 2023 gesprochen, wonach kriegerische „Gewalt als entscheidendes Mittel zur Beilegung jeglicher Streitigkeiten“ an die Stelle einer regelbasierten Weltordnung getreten, ja zu einem „vergötternden Kult“ geworden sei. Christliche Gemeinschaften könnten dem aber „ein sichtbares Zeichen der Hoffnung und Geschwisterlichkeit“ entgegenhalten.
2 | Vatikan. Papst Leo hat zum 40 Jahrestag des Tschernobyl-GAUs dafür plädiert, dass der Unfall „eine Mahnung hinsichtlich der Risiken, die mit dem Einsatz immer leistungsfähigerer Technologien verbunden sind“, sein möge und zu mehr Verantwortungsbewusstsein bei der Nutzung von Atomenergie aufgerufen.
3 | Stockholm. Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri hat die Welt noch nie so viel Geld für das Militär ausgegeben wie im Jahr 2025 – genauer gesagt 2,89 Billionen US-Dollar. Die ersten vier Plätze belegen die USA, China, Russland und Deutschland…
4 | USA. Nach einer Schießerei während des Korrespondenten-Dinners mit Präsident Trump haben mehrere Staatschefs die Tat scharf verurteilt, darunter auch der spanische Premier Sánchez, der betonte: „Gewalt ist niemals die Lösung. Die Menschheit wird nur durch Demokratie, Zusammenleben und Frieden vorankommen.“
5 | Seoul. Für den kommenden Weltjugendtag in Korea im Sommer 2027 haben junge Katholiken fünf Schutzheilige ausgewählt: den ersten koreanischen katholischen Priester Andreas Kim Taegon, die Migrantenseelsorgerin Franziska Xaveria Cabrini, die ehemalige Sklavin und Ordensfrau Josefine Bakhita und Carlo Acutis.
6 | Niederlande. Das Siegerbild des World Press Photo Awards 2026 zeigt eine erschütternde Szene, in der eine ecuadorianische Migrantenfamilie nach einer Anhörung vor dem Einwanderungsgericht von amerikanischen ICE-Agenten gewaltsam auseinandergerissen wird. Die Geschäftsführerin der Weltpressefoto-Stiftung, Joumana El Zehn Khoury, sieht in diesem Bild eine „schonungslose und notwendige Dokumentation der Familientrennung infolge der Reformpolitik der USA“.
7 | Vatikan II. Der Papst hat am Montag die neue Erzbischöfin von Canterbury, Sarah Mullally, empfangen. Mullally verwies in ihrem Grußwort auf Früchte im ökumenischen Dialog und bekräftigte den gemeinsamen Friedensauftrag der Christen: „Angesichts unmenschlicher Gewalt, tiefer Spaltung und rasanter gesellschaftlicher Veränderungen müssen wir weiterhin eine hoffnungsvolle Botschaft erzählen.“