Keine Angst!
Zum Zeitgang „Mit allem eins im Seelengrund“
Ja, Eckhart fasziniert immer wieder! Es ist schon erstaunlich, wie er geradezu als Einzelner so dasteht bis heute. Mein Eindruck: Er wird aktueller denn je! Für die Menschheit im dritten Jahrtausend, die ja auch religiös in einer Dimension herausgefordert ist wie noch nie in ihrer Geschichte.
Klaus Friedrich, Friedrichshafen
Wenn ich die Aussagen von und über Meister Eckhart richtig verstehe, führt die Suche nach Gott und das Sich-Öffnen für ihn zur Vereinigung von Gott und Mensch. Gott wohnt dann in unserer Seele und erfüllt sie. – Jesus bleibt uns gewiss weiterhin Vermittler, Hinführer und Weg zu ihm.
Uta Binz, Mainz
Gott lässt im Menschen sich gebären, heißt es bei Meister Eckhart. Also: Keine Angst mehr vor dem Tode (und vor Priestermangel)!
Johannes M. Führt, Hagen
Selbsttätig
Zum Artikel „Rosenkranz- Rehabilitation“
Über den Beitrag und das Buch habe ich mich sehr gefreut. Ich persönlich pflege das Rosenkranzgebet nicht. Aber ich erlebe in meiner Gemeinde wunderbare Menschen, vielfach freiwillig engagiert, die in großer Treue den Rosenkranz beten und darin auch die Anliegen der Gemeinde betend vor Gott tragen. Es braucht für dieses Gebet keine Hauptamtlichen und keine Geweihten, es wird einfach von Laien und vorwiegend von Frauen gestaltet und getragen. Dies erscheint mir sehr zukunftsweisend.
Birgit Müller, St. Gallen
Danke für den Artikel. Seit Jahren habe ich mir einen eigenen Rosenkranz gestaltet, indem ich die fünf Kränze zu einem zusammengefügt habe; vor allem auf Wanderungen vertiefe ich mich in das Heilsgeschehen durch Jesus Christus. Dabei können auch immer wieder neue Akzente gesetzt werden.
Erhard Kroth (online)
Furchtbar
Zum Theologischen Fragebogen
Der Theologe, der in Süddeutschland lebt, antwortet auf die Frage „Wovor haben Sie Angst?“: „Vor dem ersten Ministerpräsidenten der AfD.“ Ich bin dankbar für diese Solidarität mit dem Osten Deutschlands. Ich lebe in Sachsen-Anhalt, wo dieser schlimme Fall bei der Landtagswahl im September eintreten kann, und dann eine furchtbare – auch gesamtdeutsche – Wirkung hätte.
Dieter Müller, Magdeburg
Neues Weltbild
Zum Artikel „Glaube ich, was ich bekenne?“
Das neu formulierte Glaubensbekenntnis ist schön! Allerdings kommt auch der Autor nicht ohne den „männlichen Gott“ aus. Dazu ein Erlebnis: Bei der letzten Erstkommunionfeier wünschten sich die Eltern das schwungvolle Lied Er hält die Welt in seiner Hand. Darin kommt bei fünf Strophen 40-mal die männliche Form vor. Nachdem ich eine alternative Fassung vorgeschlagen hatte, wurde diese sofort von den Eltern akzeptiert: „Du hältst die ganze Welt in deiner Hand…“.
Johannes Neugebauer, Bielefeld
In einem Zeitalter, als die Welt noch von einem Himmelsgewölbe überspannt war, hinter dem ein absolutistischer Gott seinen Hofstaat hatte, war es üblich, dass Bewohner dieses „Himmels“ sich auf der Erde zwischen Menschen tummelten. Wie aber sollen wir uns das heute vorstellen, da wir wissen, dass wir auf einem kleinen Planeten in einer winzigen Galaxie inmitten Milliarden von Galaxien leben, dass es nachweislich keine „Materie“ gibt und wir selbst aus etwas bestehen, das, je nach Betrachtung, als Teilchen oder als Welle antwortet? Haben wir nicht einen Anspruch darauf, dass auch Theologen sich mit dem mittlerweile 100 Jahre alten, neuen Weltbild befassen?
Dr. Walter Keil, Bochum
So verständlich und sympathisch mir die Aussagen des Autors auch sind, so drängt es mich doch, auf ein nicht vernachlässigbares Problem hinzuweisen: Die aktuellen Formen des Glaubensbekenntnisses werden nicht nur in der römisch-katholischen Kirche gebetet, sondern in vielen anderen christlichen Bekenntnissen. Sie stellen damit ein wesentliches Zeichen der Ökumene dar und sollten nicht einseitig geändert werden.
Joachim Mucha, Leipzig