Ein Hinweis auf einen Puppenspieler, der „da oben“ die Strippen zieht? Die Installationen von Elke Maier können auf verschiedene Weisen interpretiert werden. In der Vergangenheit hat die Künstlerin ihre Fäden schon in Kirchen in Innsbruck, Würzburg, Salzburg, Wien und Hannover gespannt. Jetzt ist das Freiburger Münster an der Reihe, das bis Mitte Mai in mühevoller Kleinarbeit „eingesponnen“ wird. Am Ende werden tausende von Metern des feinen Baumwollgarns durchs Kirchenschiff gespannt sein. Zu sehen sind sie nicht immer, daher auch der Titel: „Sichtbar – Unsichtbar“. „Die Installation reagiert auf den Einfall des natürlichen Lichts“, heißt es in der Broschüre. „Scheint die Sonne durch die Fenster, erstrahlen die Fäden.“ Auch eine schöne Interpretation: Die Bande, die uns verbinden, sind immer da, auch wenn wir sie nicht sehen. (Foto: Volker Hasenauer / KNA)