Der Pont Neuf, die älteste und wohl bekannteste Brücke von Paris, zeigt sich in diesen Tagen als monumentale Gebirgs- und Höhlenlandschaft. Das Werk des französischen Künstlers JR besteht aus einer aufblasbaren Stoffhülle von 120 Metern Länge und bis zu 18 Metern Höhe. Es ist eine Hommage an die legendären Installationen des Künstlerpaars Christo und Jeanne-Claude, die seinerzeit den Arc de Triomphe oder den Berliner Reichstag verhüllten. Ab 6. Juni können die staunenden Besucher „La Caverne du Pont Neuf“ sogar durchqueren und dabei einer eigens für diesen Anlass kreierten Klangkulisse lauschen. Gegenüber der Deutschen Presseagentur erklärte der Künstler die Wahl seines Motivs: „Die Höhle ist etwas, das alle Kulturen teilen. Sie steht für Ursprung, Angst, das Unbekannte – vielleicht auch für den Mutterleib“. Paris-Reisende können also bald inmitten der Großstadt in die Geheimnisse der Bergwelt eintauchen. (Foto: Jean-Francois Rollinger / Only Paris / pa / abaca)