IHRE POSTLeserbriefe

Zu spät?

Zur weit!-Ausgabe „Franz von Assisi“

Vielen Dank für das breit angelegte Magazin zum Thema „Franz von Assisi“. Ich habe nur einen kleinen Kritikpunkt: Die Beschreibung der Ausstellung zu Franziskus in der Kunst eröffnet äußerst interessante Aspekte sowohl seiner Botschaft als auch der modernen Kunst. Doch warum erfolgen diese Besprechung und damit der Hinweis auf die Ausstellung erst jetzt, zwei Wochen vor ihrem Ende? Ein Vorlauf von einem halben Jahr hätte doch eher die Möglichkeit gegeben, einen Besuch zu planen.

Ursula Engelhardt (online)

Zum Artikel „Helfende Hände“ ein Hinweis: Die nächstjährigen Geburtstagskarten für die aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der örtlichen Notfallseelsorge, welche ich heute vorbereitet habe, enthalten den Spruch: „Der beste Platz, helfende Hände zu finden, ist am Ende deiner Arme“ (Konfuzius).

Isabell Bienias, Mörfelden-Walldorf

Beseelt

Zum Beitrag „Welche Haltung?“ 

In der Zeit der Propaganda und Manipulation ist die Frage der passenden Evangelisierung am Platz. Es ist aber zu überlegen, ob wir Christen uns überzeugend und lebenserfahrend zu präsentieren willig, bereit und fähig sind. Das Christentum hat uns zur Freiheit befreit, die entsprechende Empathie für die anderen leidet aber unter dem Druck der öffentlichen Meinung, global-politisch manipulativen Druck und eigener Glaubensunsicherheit. Hat unser christlicher Glaube nicht mehr eine gewinnende Kraft?

Janez Juhant Medvode (online)

Mission ist nicht Zwangsevangelisierung. Es gilt, die vom Herrn in unsere Herzen eingesenkte Sehnsucht nach ihm und ewiger Heimat, Anfang des Glaubens, wachzurufen – durch tätige Nächstenliebe und Gebet. Den Rest gibt der Herr dazu.

Johannes M. Führt, Hagen

Es muss immer Menschen gegeben haben, die beseelt davon waren, von ihren Gotteserfahrungen beziehungsweise ihren Begegnungen mit Jesus Christus zu erzählen – angefangen mit Saulus/Paulus. Wenn wir selbst unseren Glauben als Hilfe zur Lebensbewältigung erfahren haben, können wir alle automatisch zu erfüllten „Missionaren“ werden.

Beate Koch (online)

Unverfügbar

Zum Interview der Woche 

Der Hauptgrund für die rechtliche Entkoppelung von Ehelosigkeit und Priesterweihe ist spiritueller Natur: Nach biblischer und lehramtlicher Auffassung sind sowohl das Priestertum als auch die Lebensform der Ehelosigkeit um des Evangeliums willen sowie die Ehe selbst ebenso wie das Ordensleben Berufungen und freie Gaben des Geistes Gottes (Charismen). Mit der römisch-katholischen Verbindung beider Charismen wird jedoch ein Junktim für das Priestertum festgelegt. Damit wird gewissermaßen das freie und unverfügbare Wirken des Heiligen Geistes einseitig festgelegt. Die Kirche muss jedoch hören, was der Geist den Gemeinden sagt (vgl. Offb 2 und 3), und darf sich nicht über ihn erheben.

Konrad Harmansa, Magdeburg

Einmalig?

Zum Artikel „Christus anziehen“

Wir sehen die Taufe als einmaliges Ereignis. Leider haben wir in der Kirche versäumt, die Würde des Getauftseins zu kultivieren. Der einmalige Akt ist „Geschichte“; aber die Berufung, im Alltag aus dieser Kraft zu leben und aus dem neuen Leben den Alltag zu gestalten, auferstehen aus Niederlagen, aufstehen aus den Tiefen des Leids ist verschüttet.

Monika Dittmann (online)

Zu Besuch

Zum Interview der Woche 

Aufsehenerregend und aufbauend, was hier in dem schlichten Interview zum kirchlichen Leben im Krisengebiet Ukraine offenbar wird! Ein bewundernswertes Beispiel für „Kirche-in-der-Not(zeit)“. Das bedeutet: ökumenisches Zusammenstehen (und -arbeiten) in einem kriegserschütterten Land. Am meisten überzeugt hat mich die simple Aufforderung: „Kommt uns besuchen.“ Das tut not!

Harald Walter Grimm (online)

Anzeige: Ausverkauf des Konzils. Die Päpste und die Piusbruderschaft – eine Konfliktgeschichte. Von Jan-Heiner Tück
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