Manchmal leihe ich mir alte Worte
schlüpfe in Rituale,
die größer sind als ich,
Dann glaube ich an eine Kirche,
die Zeit und Raum übersteigt.
Manchmal lässt jemand los,
was ich längst schmerzlich bereue
Und ich glaube, dass eines Tages eine Welt kommt,
in der wir Macht verlernt haben.
Vielleicht erst nach dem Tod.
Anna Näf, aus: „Lyrisch glauben. Dem Unsagbaren auf der Spur“ (Herder Freiburg, 2026)