Ich werde meines bisher gewohnten, wie ich dachte sicheren Stands, was Gott, Jesus und die Kirche betrifft, enthoben. Vieles von dem, woran ich bisher auch aus Gewohnheit, Bequemlichkeit, aber auch Angst festgehalten habe, stürzt ein. Anderes, von dem ich dachte, mich verabschiedet zu haben, stellt sich wieder ein. Ich bin verunsichert. Ich frage mich: Halte ich mich schon wieder zu schnell an G. fest? Hatte ich ihn überhaupt wirklich losgelassen?
Wunibald Müller in: „Warten auf G. Bekenntnisse eines Suchenden“ (Echter, Würzburg, Neuausgabe 2026)