Ein neuer „Pisa-Schock“ hält Einzug in Deutschlands Parlamenten, Wohn- und Lehrerzimmern. Bei zweistündigen Tests am Computer sollten 15-Jährige ihre Kompetenzen im Lesen, in Mathematik und in Naturwissenschaften unter Beweis stellen. Sie unterboten alle bisherigen Ergebnisse hierzulande, auch diejenigen aus dem „Schock“-Jahr 2000. Danach ging es bis 2015 aufwärts, seitdem wieder abwärts, bis zum jetzigen Tiefpunkt. Aber: Die deutschen Leistungen liegen im OECD-Durchschnitt und sogar leicht über dem EU-Schnitt. Vereinfacht gesagt geht es global bergab mit dem Bildungsstand junger Menschen. Länder wie Kanada und Japan bilden positive Ausnahmen.
Was tun? Mehr Förderung schon im Vorschulalter, mehr unbenotete Schultests zur Selbstkontrolle, mehr Geld für „Problem“-Schulen, so lauten drei Anregungen der Pisa-Initiatoren. Laut Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) drehe man bereits an derlei Stellschrauben. Ob das genügt? „Bildung muss zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe werden“, fordert Anne Embser, Bundesvorsitzende der Katholischen Elternschaft Deutschlands.