Kirchengeschichte als Erzählung?
(Kartonierte Ausgabe)
Zur Bedeutung von Narrativität für die Historische Theologie
- Verlag Herder
- 1. Auflage 2027
- Kartoniert
- 296 Seiten
- ISBN: 978-3-451-02357-6
- Bestellnummer: P023572
Historiographie erschöpft sich nicht in der Rekonstruktion vergangener Ereignisse, sondern deutet Vergangenheit in Form von Erzählungen. Der Band untersucht die Chancen und Grenzen einer narrativen Kirchengeschichte, verstanden als wissenschaftlich reflektierte Form historischen Erzählens. Er fragt nach der Bedeutung von Narrativität für die Geschichtsschreibung im Rahmen der universitären historischen Theologie sowie für Identitätsbildung und Sinnstiftung im weiteren kirchlichen Kontext. Ausgehend von historischen und aktuellen Debatten der Geschichtstheorie und Theologie bringen die Beiträge unterschiedliche konfessionelle Perspektiven und geisteswissenschaftliche Disziplinen miteinander ins Gespräch. Im Zentrum stehen Fragen nach dem Verhältnis von Narrativität, Referenzialität und Wahrheitsanspruch historischen Erzählens, nach der Abgrenzung historiographischer von fiktionalen Narrativen sowie nach der Bedeutung historischer Erzählungen für die Tradition und Selbstdeutung christlicher Glaubensgemeinschaften.
Mit Beiträgen von Bernd Irlenborn, Bernhard Holl, Patrick Ebert, Florian Klug, Lena Widera, Nicholas Beckmann, Johannes Süßmann, Johannes Grössl, Alan Kirk, Hubert Wolf, Heidrun Dierk, Thea B. Sumalvico, Katharina Pultar, Leonhard Jungwirth, Matthias Daufratshofer
Herausgeber
Bernd Irlenborn, geb. 1963, Dr. phil. Dr. theol., Professor für Philosophiegeschichte und Theologische Propädeutik an der Theologischen Fakultät Paderborn.
Herausgeber/in
Bernhard Holl, Dr. phil., ist Historiker, Theologe, Priester des Erzbistums Berlin und Habilitand am Lehrstuhl für Theologische Propädeutik und Geschichte der Philosophie an der Theologischen Fakultät Paderborn.