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Anzeige: Mitten im Leben. Post von Margot Käßmann?

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 271-273

    LeitartikelGott und das Glück

    Sollte es nur ein Rendezvous mit dem Zeitgeist sein, wenn jetzt auch Theologen und Theologinnen über das Glück nachsinnen? Immerhin verspricht eine seit Jahren stetig steigende Zahl von Publikationen, die Abkürzung zum großen Glück zu kennen. Auch den Allensbach-Studien aus den vergangenen beiden Jahren zufolge ist der seit den sechziger Jahren empirisch belegte Trend ungebrochen, den Sinn des Lebens zunehmend in erster Linie darin zu sehen, „glücklich zu sein und möglichst viel Freude zu haben“. Dagegen hat vor allem die neue politische Theologie immer wieder ihren vehementen Protest eingelegt: Gott und das Glück seien Begriffe, die nicht zur Deckung gebracht werden könnten. Auf der anderen Seite gibt es aber auch den Strang heutiger katholischer Theologie, der das göttlich verheißene Heil als Glück des Menschen zu sehen und das menschliche Glück als von Gott geschenktes Heil zu verstehen versucht. Selbst angesichts von Tod und Trauer kann das erfahrene und erinnerte Glück zum Trost werden. Das große Glück ist nicht im ganz Anderen zu finden, sondern spiegelt sich in den vergänglichen Glückserfahrungen wieder. Glück und Gerechtigkeit müssen so miteinander verbunden werden, dass das Glück nicht mit dem Verdrängen des Leids erkauft wird. Dann aber ist auch ohne weiteres denkbar, dass sich das Trachten nach Glück und die Sehnsucht nach Gott gegenseitig interpretieren können.

Kommentar

  • Plus S. 274-276

    KommentarGut getan

    Zum ersten Mal trafen sich fast alle deutschen Priesteramtskandidaten.

  • Plus S. 276

    KommentarMelodram

    Der Film „Die Versuchung des Padre Amaro“ wird zur Farce.

Aktuell

  • Plus S. 277-279

    MitteleuropaKatholikentag als Hoffnungszeichen

    So etwas gab es bisher noch nie: Die Katholiken von acht Ländern zwischen Polen und Bosnien veranstalten einen „Mitteleuropäischen Katholikentag“, der dieser Tage beginnt. Der Katholikentag soll bestehende Kontakte vertiefen und das europäische Engagement der beteiligten Ortskirchen bündeln.

  • Plus S. 279-281

    SchweizDiskussionen im Bistum Basel

    Im Bistum Basel, dem größten der Schweiz, sollen laisierte Priester künftig nicht mehr in der Gemeindeleitung eingesetzt werden. Diese Entscheidung von Bischof Kurt Koch wirft ein Licht auf die Probleme des ausgesprochen pragmatischen deutschschweizer Umgangs mit der Organisation von Gemeindeleitung.

Blickpunkt

  • Plus S. 281-285

    Wo steht heute die katholische Kirchenmusik?Zwischen Orchestermesse und Gesangbuch

    Die Kirchenmusik ist in den letzten Jahrzehnten vielfältiger geworden, was sich auch in der Ausbildung niedergeschlagen hat. Sie hat teil an den Chancen und Problemen, die sich aus der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils ergeben haben und ist gleichzeitig ein wichtiges Element für die kulturelle Präsenz von Glaube und Kirche. Sie muss das überlieferte Repertoire pflegen, sollte sich aber auch Zeitgenössischem öffnen.

Interview

  • Plus S. 285-291

    Ein Gespräch mit dem Neutestamentler Thomas Söding über die Eucharistie„Zwei Gesten und zwei Worte“

    Die Enzyklika Johannes Pauls II. über die Eucharistie (vgl. HK, Mai 2003, 223 ff.) gibt Anlass zur Frage, wie es in der katholischen Kirche und der Ökumene um Verständnis und Feier des Abendmahls steht. Was sagen uns heute die biblischen Texte? Wo besteht Klärungsbedarf im Umgang mit der Eucharistie? Darüber sprachen wir mit dem Neutestamentler Thomas Söding. Die Fragen stellte Ulrich Ruh.

Essays

  • Plus S. 291-294

    Kirchenrechtliche Anmerkungen zum „Fall Grabmeier“Sensibilität für die Rechtskultur

    Es ist ein in Deutschland bislang einmaliger Konflikt: Der Regensburger Bischof Gerhard Müller Ludwig verfügte die Entlassung des Vorsitzenden eines Dekanatsrates und Mitglieds des Diözesenrates. Unabhängig vom konkreten Vorgehen des Bischofs, das unter anderem vom Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken heftig kritisiert wurde, zeigen sich in diesem Konflikt grundlegende kirchenrechtliche Probleme.

  • Plus S. 294-298

    Schiiten im Irak gestern und heuteDie Mehrheit will mitbestimmen

    In der islamischen Welt insgesamt sind die Schiiten eine Minderheit, im Irak stellen sie die Mehrheit der Muslime. Seit der Gründung des irakischen Staates nach dem Ersten Weltkrieg ist der schiitische Bevölkerungsteil mit seinen Religionsgelehrten und Stammesführern ein Machtfaktor. Unter Saddam Hussein politisch klein gehalten und verfolgt, beanspruchen die Schiiten im Nachkriegsirak eine entscheidende Rolle.

  • Plus S. 298-302

    Eine herausfordernde Studie zur Religiosität ErwachsenerAuch nicht mehr die Alten

    Das Bonner Symposion Ende März 2003 war programmatisch betitelt: „Selbst die Senioren sind nicht mehr die alten.“ Auf der Grundlage eines vom Bonner Seminar für Pastoraltheologie und dem Bistum Aachen getragenen Forschungsprojekts zur „Religiösen Entwicklung im Erwachsenenalter“ befasste man sich mit dem Beitrag der Kirche und ihrer Pastoral für eine neue Kultur des Alterns.

  • Gratis S. 302-306

    Ein Offener Brief aus Moskau beunruhigt die DiasporaRussisch-orthodoxe Außenpolitik

    Patriarch Alexi II. von Moskau und ganz Russland veröffentlichte kürzlich einen Offenen Brief, in dem er ein Konzept zur (Wieder-) Vereinigung der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa unter Führung des Moskauer Patriarchats vorstellte. Für die ideologischen Gegensätze unter den russischen Diasporagemeinden gäbe es nach dem Zusammenbruch des Kommunismus keinen Grund mehr. Aber die russisch-orthodoxe Diaspora reagiert zum Teil beunruhigt auf die Moskauer Umarmungsversuche.

  • Plus S. 306-311

    Jüdische Erwählung und christliche GlaubensreflexionChristus ohne Israel?

    Der ungekündigte Bund Gottes mit Israel wird innerhalb der katholischen Theologie nicht mehr bestritten. Offen dagegen bleibt, wie eine christliche Dogmatik ausgearbeitet werden kann, die die theologische Berufung Israels ernst nimmt, sich aber auch nicht davor scheut, den „christologischen Bruch“ zwischen Judentum und Christentum zu bedenken.

  • Plus S. 311-316

    Staat und Kirche in Ungarn vor dem EU-BeitrittNeue Zeiten

    Am 12. April stimmten die Ungarn mit einer überwältigenden Mehrheit von 84 Prozent für den Beitritt zur Europäischen Union. Damit ist die letzte Hürde in Richtung EU genommen. Wenige Monate vor dem Referendum erhielt die katholische Kirche des Landes einen neuen Primas. Erzbischof von Esztergom-Budapest wurde der Kirchenrechtler Peter Erdö, ein selbstbewusster und gebildeter Kirchenmann mit Führungsqualitäten. Er wird versuchen, die Kirche neu in der ungarischen Gesellschaft zu positionieren.

  • Plus S. 316-318

    Die Päpstliche Akademie der Sozialwissenschaften beriet über „Global Governance“Globalisierung menschlich regieren

    Zu den weniger bekannten Einrichtungen im Vatikan gehören die Päpstlichen Akademien. Schon auf das 17. Jahrhundert gehen die Päpstliche Akademie der Wissenschaften und die Päpstliche Akademie der Theologie zurück. Johannes Paul II. gründete 1994 eine Päpstliche Akademie für das Leben und eine Päpstliche Akademie für Sozialwissenschaften. Letztere befasste sich bei ihrer diesjährigen Vollversammlung mit verschiedenen Aspekten der Globalisierung.

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