Spirituelle Texte der TraditionFülle des Lebens

Ein Sack mit Zwiebeln.
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Gebet zu Christus dem Erlöser:

König der Heiligen, unbesiegbares Wort des Vaters im Himmel,
Herr der Weisheit, Labung in der Mühsal,
ewige Freude.

Jesus, Erlöser der ganzen Menschheit, Hirte, Sämann, Steuermann und Lenker,
wie auf einem Flügel trägst du die heilige Herde
zum Himmel.

Jesus, als Menschen scher bist du gekommen, um die Menschen aus dem Meer der Sünde zu erretten;
die reinen Fische ziehst du an dich aus dem Wasser der Gefahr mit dem Köder des erfüllten Lebens.

Du bist der heilige Hirte: Leite du die Herde der menschlichen Geschöpfe, regiere als König über die Söhne ohne Makel. Auf deinen Spuren, Christus, führt der Weg zum Himmel.

Du bist das von Ewigkeit her lebendige Wort,
Zeit ohne Ende, unsterbliches Licht, Quelle der Barmherzigkeit, Lehrmeister der Tugend.
Du bist das wahre Leben aller, die Gott loben. In der Einfachheit des Herzens zählen wir uns zur Schar des Sohnes, des Allmächtigen. In Christus neugeboren, bilden wir den Chor des Friedens, ein weises Volk. Vereint singen wir dem Gott des Friedens.

Klemens von Alexandrien (150–215)

 

Das Gebet des Klemens von Alexandrien spiegelt seine optimistische Sicht des Menschen wieder und zugleich die Faszination, die Christus in ihm ausgelöst hat. Christus hält uns keine Moralpredigt. Vielmehr ist er gekommen, um uns aus der Gefahr und Gefährdung herauszuholen, und er verheißt uns eine andere Qualität von Leben. Deshalb folgen wir ihm gerne. Das Gebet preist Christus als den Lehrmeister der Tugend und als das wahre Leben. Dank und Lob stehen an erster Stelle. Klemens hat erfahren, dass die Christen in der Begegnung mit Jesus eine andere Qualität des Lebens erhalten. Sie sind aus dem Sumpf, als den Klemens die damalige dekadente Kultur der auslaufenden Antike erlebt, heraus gehoben. Dem Dank fügt Klemens die Bitte ein, dass Jesus seine Herde wie ein guter Hirte leiten möge, so dass sie weiter „ohne Makel“ bleibe, dass sie sich nicht vom Zeitgeist anstecken lasse. Wir könnten heute von Klemens lernen, mit dieser positiven Sicht auf Christus und auf uns selbst zu schauen. Christus hat uns die Fülle seines Lebens geschenkt. So brauchen wir nicht hungern wie der verlorene Sohn im Gleichnis (Vgl. Lk 15). Es geht darum, dass wir uns vom Wort Jesu und von seiner Hingabe nähren. Er ist das wahre Leben. Wenn wir ihm folgen, dann werden wir „neugeboren“, wir blühen auf und finden zum Frieden und zur Lebendigkeit, nach der wir uns alle sehnen.

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