«Und sie schämten sich nicht» (Gen 2, 25): Scham und Schande im Alten Testament

Scham und Schande prägen die biblischen Erzählungen von Schuld, Verletzlichkeit und menschlichen Beziehungen. Doch nicht jede Beschämung ist gerechtfertigt. Das Alte Testament eröffnet auch Perspektiven auf die Überwindung von Scham und die Heilung gestörter Beziehungen.

Paul Gauguin, Adam et Ève, ou Le Paradis perdu
Paul Gauguin, Adam et Ève, ou Le Paradis perdu © Eyes Roger/Wikimedia Commons/CC BY 2.0

Abstract / DOI

«Und sie schämten sich nicht» (Gen 2,25). Scham und Schande im Alten Testament. In der biblischen Tradition wird der gesellschaftliche Begriff der Scham in Bezug auf Gott definiert und somit hinsichtlich seiner gesellschaftlichen Funktion bis zu einem gewissen Grad relativiert. Er ist mit Gesetz und Gerechtigkeit sowie mit Gottes Offenbarung verbunden, ebenso wie mit der Frage, ob jemand Schuld auf sich geladen hat oder ob er zu Unrecht verurteilt, diskriminiert und beschämt wird.

«They Felt No Shame» (Gen 2:25). Shame and Infamy in the Old Testament. In the biblical tradition, the social concept of shame is defined in relation to God and is thus, to a certain extent, relativised in terms of its social function. It is linked to law and justice and to God’s revelation, as well as to the question of whether someone has incurred guilt or whether they are being wrongly condemned, discriminated against and shamed.

DOI: 10.23769/communio-55-2026-576-582

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