Scham und Schande: Ein afrikanischer Diskurs

Scham ist nicht nur eine persönliche, sondern auch eine gemeinschaftliche Erfahrung. Literarische Zeugnisse aus Nigeria und Kamerun zeigen, wie moralische Schuld, kulturelle Normen und gesellschaftliche Ausgrenzung zusammenwirken und die Menschenwürde herausfordern.

Ausgrenzung
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Abstract / DOI

Scham und Schande. Ein afrikanischer Diskurs. Der Beitrag untersucht Scham und Abscheu in afrikanischen Kontexten anhand literarischer Beispiele von Chinua Achebe und Ferdinand Oyono. Er unterscheidet zwischen persönlicher oder sozialer Scham und Abscheu als gesellschaftlich und religiös wirksamer Verurteilung. Die Analyse zeigt, wie Normverletzungen, Herkunft oder sozialer Status zu Stigmatisierung führen können. Dem setzt der Beitrag eine christliche Anthropologie entgegen, die jedem Menschen unabhängig von Herkunft und Lebensumständen gleiche Würde zuspricht.

Shame and Abomination. An African Discourse. The article examines shame and abomination in African contexts through literary examples from Chinua Achebe and Ferdinand Oyono. It distinguishes between personal or social shame and abomination as a form of social and religious condemnation. The analysis shows how violations of norms, origin or social status may lead to stigma and exclusion. Against this, the article sets a Christian anthropology that affirms the equal dignity of every human being, irrespective of origin or circumstances of life.

DOI: 10.23769/communio-55-2026-615-624

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