Symphonische SoliloquienGedanken zu Anton Bruckners späten Symphonien

Anton Bruckner
Anton Bruckner © gemeinfrei/Wikimedia Commons

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Symphonische Soliloquien. Gedanken zu Anton Bruckners späten Symphonien. Bruckner, der sich trotz seiner großen kirchenmusikalischen Werke primär als Symphoniker verstand, schrieb seine Symphonien in einem Jahrhundert großer ästhetischer und weltanschaulicher Auseinandersetzungen. Sind seine Symphonien «Selbstaussprache in Tönen», Soliloquien, oder gar ein Dialog mit einem transzendenten Du? Oder haben sie eine autonome, sich selbst genügende Gestalt? Diese zu seinen Lebzeiten leidenschaftlich diskutierte Frage setzt sich auch in der Geschichte der Hermeneutik seiner Werke und in den Diskussionen in der Musikwissenschaft bis heute fort.  Da Bruckner selbst nur höchst selten assoziative Bilder zu den Inhalten seiner Symphonien äußerte, wird hier am Beispiel einer «Spurensuche» in den letzten drei großen Symphonien versucht, so etwas wie einen der konstanten «Leitgedanken» darin aufzuspüren.

Symphonic Soliloquies. Reflections on Anton Bruckner’s Late Symphonies. Bruckner, who, despite his great works of church music, saw himself primarily as a symphonist, composed his symphonies during a century marked by major aesthetic and ideological debates. Are his symphonies «self-expression in sound», soliloquies, or even a dialogue with a transcendent ‹you›? Or do they possess an autonomous, self-contained form? This question, which was passionately debated during his lifetime, continues to this day in the hermeneutics of his works and in discussions within musicology.  Since Bruckner himself very rarely expressed associative images regarding the content of his symphonies, this essay attempts, using the example of a «Spurensuche» in his last three great symphonies, to trace something akin to a constant leitmotif in them.

DOI: 10.23769/communio-55-2026-290-300

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