Ihre Post

Erneuerung

Zum Kommentar „Wann ist das Neue gut?“

Natürlich sollte Altes nicht unbesehen „umgehauen“ werden, doch gibt es meiner Meinung nach einige „dogmatische Baumriesen“, an die dringend die Axt gelegt werden müsste: etwa die hierarchische Struktur, die der Synodalität entgegensteht, oder der Ausschluss von Frauen, der dem Grundsatz des gleichen Wertes aller Menschen widerspricht. Dass die „Übernahme des Alten in die neue Zeit das Erfolgsgeheimnis“ ist, gilt eben nicht mehr so ohne Weiteres, das zeigt die gegenwärtige Situation in der Kirche nur zu deutlich.

Ursula Engelhardt, Fürth

Dem Bischof von Limburg zu unterstellen, dass er Fortschritte in der Medizin „skeptisch betrachtet“, dagegen „bei dogmatischen Baumriesen gerne schnell mit der Axt bei der Hand ist“, halte ich für plumpe Polemik. Was Volker Resing als „merkwürdige Doppelgesichtigkeit“ kritisiert, sind für mich zwei Seiten ein und derselben Medaille. Es geht um Humanisierung, auf dem Feld technischer Innovationen genauso wie in innerkirchlichen Fragen.

Hermann Opgen-Rhein, Dortmund

Gecatcht hat mich als Leser das Stichwort „Aufhören können“ von Bischof Bätzing, das der Verfasser des Artikels zitiert. Das ist für mich als evangelischer Leser eine interessante Rhetorik im Zusammenhang mit umstrittenen Veränderungen im Vergleich zur evangelischen Dauerrhetorik vom „Abschied nehmen“, die landauf, landab zu hören ist. Aufhören können ist etwas, das uns persönlich wie gesellschaftlich, politisch wie kirchlich fordert und das wir nicht nur von anderen verlangen dürfen, die Entscheidungen treffen oder es suggerieren.

Michael Stavenhagen, Berlin/Kaub

Wirklich tot?

Zum Liturgie-Artikel „Stärke und Freude“

Der Autor sieht in den Körnern und dem einen Brot, und entsprechend in den Trauben und im Wein, einen Osterprozess wiedergegeben. Die Anführungszeichen beim Wort „stirbt“ werfen eine Frage auf: Soll damit lediglich der bildhafte Charakter des Ausdrucks hervorgehoben werden oder wird damit der Tod des Weizenkorns als ein uneigentlicher Tod verstanden? Im Verständnis der antiken Zeitgenossen vergeht das in die Erde gelegte Getreidekorn in seiner ursprünglichen Gestalt. Das hilft entscheidend, den Tod Christi nicht zu verharmlosen oder lediglich symbolisch zu verstehen. Nur wenn sein Tod wirklich Tod war, wird auch die Auferstehung als Gottes Überwindung des Todes in ihrer ganzen Tragweite verständlich.

Gerd Fehrenbach, Saarbrücken

Unzensiert

Nachtrag zum Leitartikel „Nicht abgeschrieben“

Die so einhellig negativ wertenden Zuschriften wecken meinen Widerspruch. Ist es nicht überaus befreiend, auch mal kritisch-unzensiert über „heiligste“ Aspekte denken, sprechen, gar schimpfen zu dürfen, um nach dem Ausloten aller aufkommenden Gedanken und Gefühle den eigenen Standpunkt zu klären? Anderenfalls wäre die Gefahr von verkrampften Tabuisierungen und Denkverboten viel zu groß. Ich weiß es seit Jahrzehnten sehr zu schätzen, dass der CIG nicht um sein „Niveau“ fürchtet, wenn er gemäß der Losung „Prüfet alles und behaltet das Gute“ (1 Thess 5,21) auch überraschenden und gar anstößigen Gesichtspunkten Raum gibt; es muss ja nicht immer ein „Eckstein“ daraus werden.

Dr. Thomas Patzelt, Witten

Vergangenes

Zur Bebilderung des Interviews „Berührbarkeit“

In diesem Jahr haben wir den Bildhauer Friedrich Schötschel zu seinem 100. Geburtstag geehrt. Von ihm gäbe es zeitgenössische Darstellungen zu „Herz-Jesu“. Warum müssen wir, wie auf der Titelseite, immer wieder diese Bilder vergangener Jahrhunderte ertragen?

Christian Pabel, Cottbus

WIR FREUEN UNS AUF IHRE POST!

Korrektur

Bei den Leserbriefen in CIG Nr. 41 ist uns leider ein Fehler unterlaufen: Die zweite Zuschrift zum Artikel Der Vernunft eine Schneise („Überall wird das Gift …“) stammt von Simon Kirschner aus Gaimersheim. Wir bitten um Entschuldigung!

Ihre Redaktion

Anzeige: Papst Leo XIV. - Magnifica Humanitas. Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Enzyklika. Vollständige, kommentierte Ausgabe
CIG Ausgaben

Christ in der Gegenwart im Abo

Unsere Wochenzeitschrift bietet Ihnen Nachrichten und Berichte über aktuelle Ereignisse aus christlicher Perspektive, Analysen geistiger, politischer und religiöser Entwicklungen sowie Anregungen für ein modernes christliches Leben.

Zum Kennenlernen: 4 Wochen gratis

Jetzt gratis testen