Eine ehrliche Theologie müsse sich mit dem Schweigen Gottes auseinandersetzen, schrieb Heribert Scheffler in unserer letzten Ausgabe. Zum Glück schweigen Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht! Im Lauf der Woche haben uns zahlreiche Zuschriften zu dem Artikel erreicht. Viele waren dankbar, dass die Erfahrung einer Negativen Theologie, eines Gottes, der nicht antwortet, ins Wort gebracht wurde. Doch es gab auch solche, denen etwas fehlt, wenn Gott nur noch als der „ganz Andere“ verstanden wird und keine Sprachbilder mehr greifen. „Gott ist unfassbar … aber nicht unnahbar“, schrieb eine Leserin. „Sprachlosigkeit wäre fatal. Und nicht zu verwechseln mit notwendiger Stille.“
In dieser Ausgabe greift Schwester Elisabeth Peeters die Frage nach dem Schweigen Gottes auf – und wendet sie positiv. Herrscht wirklich Funkstille zwischen Schöpfer und Geschöpf oder kann es auch in der Stille eine tiefe Form von Kommunikation geben? Und wer in den Zeugnissen der Heiligen Schrift nach Spuren des Göttlichen suchen will, dem macht Gotthard Fuchs mit einer besonderen Buchempfehlung „Lust auf die Bibel“. Wir wünschen eine vielsagende Lektüre!