GLAUBENSWORTE, WEIBLICH: Maria entdecken Sie war Jungfrau und Mutter – mehr gibt es theologisch über Maria nicht zu sagen, so scheint es manchmal. Doch wer so denkt, verpasst Entscheidendes. Von Annette Jantzen 2.8.2026, weit! / 1 Kommentar Diesen Artikel jetzt lesen! Im Abo Ihr Plus: Zugriff auch auf alle anderen Artikel im Abo-Bereich 4 Hefte + 4 Hefte digital 0,00 € danach 75,40 € für 26 Ausgaben pro Halbjahr + Digitalzugang inkl. MwSt., zzgl. 27,30 € Versand (D) 4 Hefte digital 0,00 € danach 68,90 € für 26 Ausgaben pro Halbjahr im Digitalzugang inkl. MwSt., Im Abo Im Digital-Abo Abo testen Digital-Abo testen Sie haben ein Abonnement? Anmelden Teilen Teilen Whatsapp Mailen Überschrift Artikel-Infos Autorin Annette Jantzen Annette Jantzen, geb. 1978, Dr. theol., studierte Katholische Theologie in Bonn, Jerusalem, Tübingen und Strasbourg. Als Theologin und Autorin beschäftigt sie sich mit biblischen Texten und Auslegungsgeschichte, mit der Überwindung patriarchaler Engführungen im Verständnis des christlichen Glaubens und mit den politisch-gesellschaftlichen Dimensionen von geschlechterfairer Gottesrede. Sie betreibt den Blog www.gotteswort-weiblich.de und ist im ganzen deutschsprachigem Raum als Referentin gefragt. Auch interessant Plus 9/2026: 1. März 2026 S. 5 „Ignorierte Frauen“ – Folge 2: Sie singen Gottes Wort Von Annette Jantzen Plus 9/2026: 1. März 2026 S. 7 Traum und Prophetie: Sprache der Träume Von Annette Jantzen Plus 8/2026: 22. Februar 2026 S. 5 „Ignorierte Frauen“ – Folge 1: Die Schlange war ein Er Von Annette Jantzen Diskussion Kommentieren 1 Kommentar Von martin am 06.08.2026 Dass man an Maria eine gesellschaftlich-politisch Wirkungs-weise erkennen kann, wissen wir seit der Magnificat-Aus-deutung Luthers bis hin zur franziskanisch-südameri-kanischen Befreiungstheologie, das heißt aber nicht, dass in ihrer mütterlich-jungfäulichen Weise keine Potentialität für die Gegenwart liegen würde. Dass die Gestalt der Weisheit abgewandert zum Judentum, die Wortgebundenen schlechthin(!), dem Christentum nur in Maria erscheinen würde, vergisst die ganze Pneumatologie: Ist doch das Wort, das Fleisch geworden, allein in der Weisheit des Geistes zu verstehen, nicht umsonst verweist Lukas auf das Überschatten des Hl. Geistes Mariens, wie ebenfalls in Nachfolge der Taufe Jesu als Ereignis eines jeden Getauften und mit der Weisheit des Hl. Geistes Gesalbten. Deshalb stellen die Künstler Maria gern als fortwährend jung dar, das sie frei von der Erbschuld die Dimension der Himmeler-hobenen schon in der Lebzeit darstellen. Da muss man der Theologie Michelangelos in seiner Pietajugendlichen Maria eine Kraft bescheinigen, für welche ein Textschreiber ein ganzes Buch bräuchte.Maria als Sitz der Weisheit beinhaltet einen Genitivus subjektivus wie objektivus: Der Thron des marianischen Mutterschoßes präsentiert das fleischgewordene Wort, zugleich ist es der Schöpfer vor aller Zeit, der in seinem marianischen Geschöpf in Weisheit einhaust. Deswegen sind Künstler zurückhaltend, nur die biologische Seite der Mutterschaft Mariens darzustellen, da schon allein Mütter ihre Kinder nicht mit den Vorgängen der Geburt erschrecken, Wer würde die Videos von seiner Geburt anschauen wollen? Wie sollte ein Künstler es fassen, dass es bei Jesus nicht nur um Fleisch und Blut im Geburtskanal geht, sondern um das Wort Gottes, das Mensch wird. Eine Antwort zu dieser Frage bietet die "Einsicht" der Birgitta von Schwe-den über die Geburt Jesu, die andere in Analogie Anns Chromy mit ihrer genialen Pieta am Salzburger Dom. Künstler spüren das Geheimnis des Unsagbaren, wie jede Mutter, hat sie doch nicht ein Kind geboren, sondern einen Sohn/Tochter mit Na-men und unvergleichlicher Personalität. Für die ganze ökologische Verantwortung wäre die marianische Mutter-jungfräulichkeit der Ansatz gewesen, um den Menschen in seinem Hervorbringen von Technik und Welt, Kapitalisierung der Ressourcen und Folgen des Energieverbrauchs etc. die Notwendigkeit seiner einfühlnehmenden Sensualität vor Augen zu führen. Antworten Schreiben Sie eine Antwort Angemeldet kommentieren Als Gast kommentieren Anmeldung E-Mail * Passwort * Passwort vergessen? Angemeldet bleiben Anmelden Diese Angaben benötigen wir von Ihnen. Ihre E-Mail-Adresse zeigen wir nicht an. 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Annette Jantzen Annette Jantzen, geb. 1978, Dr. theol., studierte Katholische Theologie in Bonn, Jerusalem, Tübingen und Strasbourg. Als Theologin und Autorin beschäftigt sie sich mit biblischen Texten und Auslegungsgeschichte, mit der Überwindung patriarchaler Engführungen im Verständnis des christlichen Glaubens und mit den politisch-gesellschaftlichen Dimensionen von geschlechterfairer Gottesrede. Sie betreibt den Blog www.gotteswort-weiblich.de und ist im ganzen deutschsprachigem Raum als Referentin gefragt.
Plus 9/2026: 1. März 2026 S. 5 „Ignorierte Frauen“ – Folge 2: Sie singen Gottes Wort Von Annette Jantzen
Plus 8/2026: 22. Februar 2026 S. 5 „Ignorierte Frauen“ – Folge 1: Die Schlange war ein Er Von Annette Jantzen