Mit den Babyboomern geht in den kommenden 15 Jahren rund ein Drittel der heute Erwerbstätigen in den Ruhestand. Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hat nun Vorschläge für ein umfassendes Reformpaket vorgelegt, um den demografischen Herausforderungen zu begegnen. Darin sind unter anderem eine Koppelung des Rentenalters an die Lebenserwartung sowie eine teilweise Anlage der Rentenbeiträge am Kapitalmarkt vorgesehen.
Unter kirchlichen Vertretern stießen die Reformvorschläge auf überraschend positives Echo. Der DBK-Vorsitzende Heiner Wilmer würdigte die konstruktive Arbeit der Kommission und begrüßte besonders, dass auch die Gefahr der Altersarmut bedacht wurde. Es sei „eine Frage gesamtgesellschaftlicher Verantwortung, diese besonders vulnerablen Gruppen gezielt zu unterstützen“. ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp betonte, die Akzeptanz des Rentensystems beruhe „auf der begründeten Hoffnung, dass es gerecht zugeht“. Das Paket dürfe nun nicht zerpflückt werden. Das ZdK will in Kürze eigene Empfehlungen für eine gelingende Rentenreform vorstellen.