Situative Politik: Graciáns „Handorakel“ als Lehre der Komplexitätstoleranz

Als der spanische Jesuit Baltasar Gracián (1601-1658) ein kleines Taschenbuch mit versammelten Aphorismen und Weisheiten zusammenstellte, konnte er noch nicht ahnen, wie weitreichend es bis heute rezipiert werden würde. Johanna Schumm, Literaturwissenschaftlerin an der LMU München, verfasste zu Gracián und seiner Wirkung die Forschungsarbeit „Witz und Fülle. Oder was heißt barock?“ (Konstanz 2024, Rezension auf S. 709 in diesem Heft). In diesem Beitrag untersucht sie Graciáns „Handorakel und die Kunst der Weltklugheit“ (1647) aus literaturwissenschaftlicher Perspektive.

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