Anzeige: Gott? Ein Streitgespräch. Von Johannes Hartl und Konrad Paul Liessmann
Stimmen der Zeit Cover August 2026

Über diese Ausgabe

Artikel

  • Gratis S. 563-572

    Die Kirchen und die AfDVor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

    Am 6. September wird der sachsen-anhaltische Landtag gewählt. Manche Umfragen verorten die AfD derzeit bei über 40 Prozent und mit großem Abstand vor der CDU und anderen Parteien. Gerhard Feige, seit 2005 Bischof von Magdeburg, stammt gebürtig aus Halle (Saale). Er ist Vorsitzender der Ökumenekommission in der Deutschen Bischofskonferenz und war von 2014 bis 2023 Mitglied im Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen. Bischof Feige ruft dazu auf, verantwortungsvoll und gewissenhaft zu wählen. Die AfD ist mit den Grundwerten unserer Gesellschaft unvereinbar.

  • Plus S. 573-580

    Neue Sehnsucht nach FührungEine Folge des individuellen und kollektiven Narzissmus?

    Wie hängen der individuelle Narzissmus mit seinen charakteristischen Empathiestörungen zusammen mit gesellschaftlichen und Gruppenphänomenen, die zur Führersehnsucht, Echokammern, Verschwörungstheorien und damit zur Krise der liberalen Demokratie führen? Eckhard Frick SJ ist Professor für Anthropologische Psychologie an der Hochschule für Philosophie in München und Professor für Spiritual Care und psychosomatische Gesundheit am TUM Klinikum Rechts der Isar / TU München.

  • Kunst in Molltönen: Rundgang über die 61. Kunst-Biennale in Venedig
    Plus S. 585-597

    Kunst in MolltönenRundgang über die 61. Kunst-Biennale in Venedig

    Im April startete in Venedig die 61. Ausgabe der Kunst-Biennale, die noch bis November zahlreiche Kunstinteressierte aus aller Welt in die Lagunenstadt zieht. Die Biennale gilt als die bedeutendste internationale Plattform für Gegenwartskunst. Unter dem Titel „In Minor Keys“ – „In Molltönen“ – richtet die diesjährige Biennale den Blick auf leisere, oft überhörte Stimmen und Erzählungen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Erinnerung, Verletzlichkeit, Gemeinschaft und alternativen Perspektiven auf unsere Gegenwart. Guido Schlimbach ist Theologe und Liturgiewissenschaftler, kuratiert selbst Ausstellungen in der Kunst-Station Sankt Peter Köln und lehrt an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf.

  • Plus S. 599-608

    Christus kam bis CinncinatiToni Morrisons „Beloved“ neu gelesen

    Die US-amerikanische Schriftstellerin Toni Morrison (1931-2019) war eine wichtige Stimme für die Anerkennung des Leids schwarzer US-Amerikanerinnen. Christoph ­Gellner, Theologe und Literaturwissenschaftler mit Lehraufträgen an den Universitäten in Fribourg, Luzern und Zürich, nimmt die Neuübersetzung von Morrisons tragischem Sklaverei-Roman „Beloved“ zum Anlass, das theologische Potential ihres Werkes zu veranschaulichen, das auch von Feminismus, Jazz und Hoodo geprägt ist.

  • Plus S. 611-622

    Grundrechte in der katholischen Kirche?Warum es ein neues Ämterverständnis braucht

    Jacqueline Straub ist Redakteurin beim schweizerischen Katholischen Medienzentrum kath.ch. Mit ihrem Wunsch, katholische Priesterin zu werden, erlangte sie international Bekanntheit. In diesem Beitrag legt sie den Fokus ihrer Argumentation auf das Gleichheitsgebot, dem sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil auch die Kirche verpflichtet fühlt. Demnach widerspreche der eigene moralische Anspruch der Kirche ihrem Ämterverständnis, nach dem Frauen nicht zum Sakrament der Priesterweihe zugelassen werden können.

  • Plus S. 623-633

    Die Ukraine im KriegEin Blick aus der menschlichen Perspektive

    Norbert Frejek, Jesuit und Psychologe, leitet in einer teilsanierten Jesuitenkirche den „Space of Hope“ im ukrainischen Czernowitz. Angehörige gefallener Soldaten erhalten hier Seelsorge und psychologische Betreuung. Frejek berichtet von der Dissonanz zwischen den Schrecken des Krieges einerseits und dem noch immer funktionierenden Staats- und Kulturwesen andererseits. Das Besuchen von Cafés, Museen und Bibliotheken diene den Ukrainern nicht dazu, vorzutäuschen, dass alles gut sei, sondern es stellt einen Versuch dar, ein Stückchen normales Leben zu finden und die mentale Gesundheit zu erhalten.

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