Anzeige: Papst Leo XIV.: Magnifica Humanitas. Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Enzyklika
Titelblatt Stimmen der Zeit Juli 2026

Über diese Ausgabe

Artikel

  • Plus S. 483-493

    Weg ins Schisma?Papst Leo XIV. und die Priesterbruderschaft St. Pius X.

    Der Konflikt zwischen der konservativen, das Zweite Vatikanische Konzil ablehnenden Priesterbruderschaft Pius X. und den Päpsten ist neu eskaliert. Jan-Heiner Tück, in Wien Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte, erläutert den Konflikt theologisch und in seiner Bedeutung für die Kirche, und er entwirft mögliche Szenarien, wie er sich entwickeln könnte.

  • Plus S. 497-505

    Remythologisierte KulturgeschichteDas antike Griechenland, der amerikanische Postliberalismus und die Frage nach der geheiligten Ordnung

    Die griechische Mythoskultur ist uns fremd geworden. Im amerikanischen Postliberalismus entsteht sie jedoch auf eigentümliche Weise wieder. Thomas Schwartz, Hauptgeschäftsführer der Solidaritätsaktion Renovabis, wirft einen kritischen Blick auf diese Verbindung und zeigt auf, wie durch Remythologisierung und die Berufung auf eine „heilige Ordnung“ die Freiheit gefährdet wird.

  • Gratis S. 507-517

    Zwei verschiedene Feiern für alleZur Erklärung „Gemeinsam am Tisch des Herrn“

    Der vorliegende Artikel geht auf einen Vortrag vor der ökumenischen Versammlung der christlichen Ritterorden in Hamburg am 21. März 2026 zurück. Der Autor, von 2010-2024 Stadtdekan von Frankfurt am Main und derzeit Pfarrer am Frankfurter Dom St. Bartholomäus, gehört zu den frühen Unterstützern der Erklärung „Gemeinsam am Tisch des Herrn“, die der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen (ÖAK) im September 2019 veröffentlichte. Darin wird für die Möglichkeit der wechselseitigen Teilnahme katholischer und evangelischer Christen am Herrenmahl der jeweils anderen Kirche votiert.

  • Plus S. 519-531

    Lebensform der UnverfügbarkeitZum 800. Todestag des Franz von Assisi

    Am 3. Oktober 2026 wird weltweit des 800. Todestages des heiligen Franz von Assisi gedacht. Populär ist der Heilige nicht erst, seit sich erstmals ein Papst nach ihm benannte. Als ein Kern seines Charismas lässt sich die Unverfügbarkeit bestimmen – sein Beitrag zum Verstehen und zur Praxis des Glaubens heute. Marcus Knaup lehrt Philosophie an der ­FernUniversität in Hagen.

  • Plus S. 533-543

    Delp nicht ohne MoltkeZum Seligsprechungsprozess von Alfred Delp SJ

    Am 2. Februar 2026, dem 81. Todestag von Alfred Delp SJ, eröffnete Kardinal Reinhard Marx in München den Seligsprechungsprozess für den Jesuitenpater Alfred Delp. Er sprach in seiner Predigt unter anderem davon, dass Delp nun ein „guter Prozess“ gemacht werde. Fritz Delp, ev. Pfarrer i.R. in Worms und Neffe von Alfred Delp, beleuchtet die ökumenische Bedeutung des gemeinsamen Widerstands von Alfred Delp und Helmuth James von Moltke.

  • Plus S. 545-554

    Zehn Jahre Amoris laetitiaBeginn des synodalen Prozesses und neuer Evangelisierung

    Jochen Sautermeister, Professor für Moraltheologie an der Universität Bonn, erinnert an das Schreiben Amoris laetitia, das von Papst Franziskus vor zehn Jahren veröffentlicht wurde. Zusammen mit anderen Dokumenten leitete es eine neue, nämlich synodale Form des kirchlichen Lebens ein und erneuerte die Pastoral und die Evangelisierung – offener, der menschlichen und sozialen Realität näher, barmherziger.

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