Glückskind
(Gebundene Ausgabe)
Aufwachsen zwischen Istanbul und Bückeburg
- Erstes autobiographisches Buch der Bestseller-Autorin Necla Kelek
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Deutsch-türkische Zeitgeschichte aus einer persönlichen Perspektive
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Warmherzig und politisch hell wach: über Migration, Integration und Moderne
- Verlag Herder
- 1. Auflage 2026
- Gebunden mit Schutzumschlag
- 336 Seiten
- ISBN: 978-3-451-03737-5
- Bestellnummer: P037374
Eine deutsch-türkische Lebensgeschichte über Freiheit, Moderne und das Versprechen der Integration
Necla Kelek wächst in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche auf: im Istanbul der 1960er-Jahre, im zentralanatolischen Pınarbaşı und schließlich im niedersächsischen Bückeburg. Ihre Familie träumt von Europa, von wirtschaftlichem Aufstieg und einem selbstbestimmten Leben. 1966 kommt sie als Gastarbeiterkind nach Deutschland. Sie lernt Deutsch, macht eine Ausbildung, engagiert sich in der Gewerkschaft, studiert und wird schließlich zu einer der profiliertesten Stimmen der deutschen Integrationsdebatte.
In „Glückskind“ verbindet Necla Kelek ihre persönliche Geschichte mit einem eindringlichen Porträt zweier Gesellschaften im Wandel. Sie erzählt vom säkularen Aufbruch der türkischen Republik und von patriarchalen Traditionen, von der Arbeitsmigration nach Deutschland, vom Leben zwischen familiärer Bindung und individueller Freiheit. Dabei richtet sie den Blick auch auf verdrängte und konfliktbeladene Kapitel: auf den Umgang mit ethnischen Minderheiten, auf Nationalismus und politische Gewalt, auf Frauenrollen, Religion und die wachsende Bedeutung des Islam für die Identität vieler Einwanderer.
Keleks Erinnerungen sind keine geradlinige Erfolgserzählung. Sie berichten von Fremdheit und Zugehörigkeit, von Bildung als Weg in die Freiheit und von der Erfahrung, dass Integration weder Selbstaufgabe noch bloße Anpassung bedeutet. Mit dem kritischen Blick der Soziologin fragt sie, was eine offene Gesellschaft zusammenhält, welche Rolle der Einzelne für sein Ankommen trägt und wie aus Herkunft eine Zukunft werden kann. Warmherzig, humorvoll und zugleich politisch hellwach erzählt„Glückskind“ von einer Familie zwischen Istanbul und Bückeburg und von einer Frau, die sich die Freiheit nimmt, ihren eigenen Weg zu gehen. Ein persönliches Buch über Migration und Integration, über die Türkei und Deutschland und über den bis heute umkämpften Traum von der Moderne.
Autorin
Die in der Türkei geborene Sozialwissenschaftlerin und Publizistin ist eine prominente Stimme in Deutschland. Sie hat sich als Menschenrechtlerin und Kritikerin des autoritären Frauenbilds im traditionellen Islam einen Namen gemacht. Necla Kelek wurde in Istanbul geboren und lebt in Hamburg. Sie hat Volkswirtschaftslehre und Soziologie studiert und wurde zum Dr. phil. promoviert. Ihre Bücher u.a. »Die fremde Braut«, »Die verlorenen Söhne«, »Bittersüße Heimat« oder »Himmelsreise« haben die Debatte um Integration und Islam in Deutschland nachhaltig geprägt. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Geschwister-Scholl-Preis 2005, Mercator Professur, dem Freiheitspreis 2011.