Genau 40 Jahre nachdem Papst Johannes Paul II. Vertreter der Weltreligionen zum Friedensgebet in Assisi aufgerufen hatte, wurde die Stadt wieder zu einem Ort der Begegnung. 384 Vertreterinnen und Vertreter aus Religionen, Kulturen und Institutionen aus 53 Ländern waren in diesem Jahr eingeladen. Denn das Anliegen bleibt zeitlos aktuell: Frieden schaffen, zwischen Völkern, Nationen, Religionen. Ist es ein gutes Zeichen, dass man sich in diesem Jahr wieder trifft – oder ein schlechtes, weil es auf der Weltbühne wieder so dringend notwendig scheint, sich für den Frieden starkzumachen? „Wir haben in Assisi nicht vergeblich gebetet“, sagte Marco Impagliazzo, Präsident der Gemeinschaft Sant’Egidio in Anlehnung an einen Ausspruch von Johannes Paul II.