Spitzenkandidatin Elif Eralp und ihre Linkspartei haben in Berlin einen überraschend deutlichen Wahlsieg errungen. Der Präsident des Zentralrates der Juden, Josef Schuster, reagierte darauf mit Bestürzung. „Dass eine Partei, auf deren Wahlkampfbühne offen der Tod von Menschen gefordert wurde, als Siegerin aus der Wahl hervorgeht, beunruhigt mich zutiefst“, erklärte er. So sei im Vorfeld der Wahl zur „Intifada“ aufgerufen worden. In der Abwehr von Judenhass sei die Linke nicht glaubwürdig, so Schuster. Im August hatte Eralp noch am Fest zum 30-jährigen Bestehen der Jüdischen Gemeinde Chabad teilgenommen und mit Rabbiner Yehuda Teichtal gesprochen (Bild). Die antisemitischen Vorfälle hat sie verurteilt. Inzwischen gibt es erste personelle Konsequenzen. Eralp erklärte, eine „große Mehrheit der Linken sei für den Schutz jüdischen Lebens“.(Foto: Michael Kuenne / picture alliance)