Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt.“ Dieser Satz des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann ist heute wieder sehr aktuell, wenn die politischen Ränder an Einfluss gewinnen und Minderheiten teilweise um ihre Sicherheit fürchten. Gleichzeitig kann man den Satz auch auf unseren Umgang mit Kranken und Angehörigen beziehen. Der Arzt Christian Prinz berichtet von der Arbeit, die kirchliche Krankenhausseelsorge leistet.
Auch von Franz von Assisi wird berichtet, wie er sich den Ärmsten, Kränkesten, Schwächsten angenommen hat. Zum 800. Todestag des Heiligen sind eine Reihe neuer Bücher erschienen. Clemens Klünemann hat sich einen Überblick verschafft und fragt: Müssen wir Franziskus’ Aufruf zu Gerechtigkeit und Frieden politischer verstehen? Der Politiker Gustav Heinemann hat dieses Jahr übrigens auch einen runden Todestag – er starb vor 50 Jahren. Ein weiteres überliefertes Zitat von ihm hätte Franziskus wohl auch gefallen: „Nicht der Krieg ist der Ernstfall, in dem der Mann sich zu bewähren habe, sondern der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir alle uns zu bewähren haben.“