Vater und Sohn
Zur Bildnachricht „Himmlischer Sternenkrieg“
Beim Verfassen des Textes ist eine Verwechslung zu konstatieren. Die abgebildete Szene zeigt Luke Skywalker im Kampf mit Darth Vader. Dieser hieß, bevor er sich der dunklen Seite der Macht zuwandte, Anakin. Seine Aussage gegenüber Luke: „Ich bin dein Vater“, gehört neben dem Wunsch „Möge die Macht mit dir sein“ zu den ikonischen Sätzen der Star Wars-Filme.
Dr. Heinrich Weyers, Mülheim a.d.Ruhr
Ohne Opfer?
Zum Zeitgang „Elefantentheologie und Maggi-Würfel“
Warum Jesus, in dem Gott Mensch wurde, den Schandtot am Kreuz erlitten hat, scheint auch unter gegenwärtigen Theologen hoch umstritten. Als Nicht-Theologe und einfacher Christ frage ich: Sollte man es nicht dabei belassen, dass Gott in Jesus einer von uns wurde und dabei ein Leben mit uns geteilt hat, das im Stall begann und mit dem Tod am Kreuz endete? Dass seine qualvolle Folterung und sein grausamer, ungerechter Schandtod eine Liebestat, das letzte Zeichen seiner Solidarität mit uns Menschen war? So verstehe ich den Brief von Paulus an die Philipper.
Rudolf Kortenjann, Recklinghausen
Nein, Dogmen sind nicht „Vorstellungen oder Symbole“, sondern verbindliche Standpunkte der christlichen Überlieferung. Nein, Gott „brauchte“ kein „erlösendes Opfer“. Das ist eine mittelalterliche Vorstellung, aber keine biblische. Und nicht Gott „brauchte“ die Lebenshingabe Jesu, sondern eine erlösungsbedürftige Menschheit. Begriffe wie Opfer und Sühne haben sich auch nicht „verbraucht“. Das Opfer ist ein Grundvollzug nicht nur des Christentums, sondern einer jeden Religion. Ohne opferbereite Menschen wäre unsere Welt schon längst zum Teufel gegangen.
Dieter Trunk, Nürnberg
Reicher Segen
Zum Kommentar „Ein Balanceakt für den Papst“
Meine persönliche Erfahrung „beschränkt“ sich auf meine sakramental geschlossene Ehe bis zum Tode meiner Frau vor zwei Jahren. Wir durften den Segen Gottes im Auf und Ab auf vielfältige Weise erfahren und wurden durch unsere Kinder reich beschenkt. Diesen Segen haben wir immer wieder erbeten, manchmal auch in sehr feierlicher Form. Für mich ist es selbstverständlich, dass andere Menschen für sich diesen Segen erbeten und erhalten, aber immer als Gottes Segen. Eine enge Verbindung zwischen zwei Menschen gleichen Geschlechts ist mir zwar fremd, aber auch sie werden von Gott geliebt und gesegnet, wenn sie darum bitten.
Otto Walterspiel (online)
Eine Heilige
Zum Artikel „Gewissen und Liebe“
Dieser Artikel hat mich sehr berührt. Ich bin 88 Jahre alt und habe Krieg als Kind sehr intensiv erlebt und auf meine kindliche Art auch erlitten. Ich kann mich noch gut erinnern, dass viele gleich der Meinung waren, dass man am besten die Gräueltaten der Nazis gleich vergessen sollte. Franziska Jägerstätter muss eine sehr starke Frau gewesen sein, unter diesen Umständen drei Kinder großzuziehen. Sie hat die Gewissensentscheidung ihres Mannes in das ganz banale, aber herausfordernde Leben übertragen. Sie ist eine Heilige unserer Zeit.
Ursula Kaufmann, Völklingen
Mehr als einer
Zum Wochenrückblick „Wider die Gewaltspirale“
Als einer, der von einer sichtbaren Einheit aller Christen träumt und dafür auch arbeitet, hat der Ausdruck „Patriarch von Jerusalem“ Alarm bei mir ausgelöst. Weiß die Autorin nicht, dass es in Jerusalem mehrere Patriarchen verschiedener christlicher Konfessionen gibt? Zu ökumenischer Offenheit gehört nach meiner Auffassung, die (bedauerliche) Vielfalt der Konfessionen auch in Sprache und Schrift zu respektieren.
Martin Oeters, Altmannsdorf
Beim Lesen des interessanten Wochenrückblickes ist mir im Vorwort ein Nebensatz aufgefallen: Das Angebot, die Wunden des Auferstandenen zu berühren, ist offensichtlich da, doch in die Tat umgesetzt wird es nicht! Dies steht auch im Gegensatz zur darstellenden Kunst. Ich empfehle dazu das Buch Der Finger in der Wunde von Glenn W. Most.
Klaus Friedrich, Friedrichshafen