Am Rand des Dorfes liegt ein kleiner Friedhof. Dort habe ich am Sonntag eine Kerze für meinen Vater angezündet, so wie es bestimmt viele für ihre Angehörigen getan haben. Anschließend trafen wir ein älteres Ehepaar. „Mit Ihrem Vater und dessen Bruder habe ich Fußball gespielt“, erzählte der Mann, „damals auf dem Platz nahe des Friedhofs. Es ist rund 80 Jahre her.“ Erinnerungen sind vielleicht wie Kerzen, denke ich, sie leuchten im Herzen und machen die geliebte Person ein klein wenig wieder lebendig.
Es geht um den einzelnen Menschen, die Person, die vor uns steht mit ihrer gottgegebenen Existenz, mit ihren Eigenheiten und mit ihrer Verantwortung für sich und die Welt. Mit einem Beitrag des Theologen Ludger Schwienhorst-Schönberger setzen wir unsere Debatte zur katholischen Soziallehre fort. Er legt besonderen Wert auf das Prinzip der Personalität im Verhältnis zu Solidarität und Subsidiarität. Weitere Beiträge werden folgen.
Kerzen können ein religiöses Zeichen sein. Bald werden sie für die Erwartung des Weihnachtsfestes stehen. Mit dem Advent befassen wir uns, etwas vorgezogen, auf den Seiten 2 und 5. Wir wünschen anregende Lektüre.