Gewalt und Entsetzen, Hoffnung und Glück: Wie all dies überall und nirgends ist – und wie eng verflochten in unserer digitalen Welt, zeigt einmal mehr der Wochenrückblick.
1 | Vatikan. Weltweite Reaktionen der Hoffnung und der Erleichterung gab es angesichts der frühzeitigen Entlassung von Papst Leo XIV. aus der Gemelli-Klinik nach seiner erfolgreich verlaufenen Lungenkrebs-Operation. Der für November geplanten Südamerikareise stehe medizinisch nichts entgegen, so die Ärzte. Da das Karzinom frühzeitig entdeckt wurde, gelten die Aussichten auf vollständige Heilung als sehr gut.
2 | Nairobi. Der Anführer einer kenianischen Hunger-Sekte, Paul Mackenzie, ist wegen Mordes an 191 Menschen für schuldig befunden worden. Der selbsternannte Pastor hatte 2023 seine Anhänger dazu aufgefordert, ihre Kinder zu Tode hungern zu lassen, um Jesus zu begegnen. In Kenia gibt es Tausende zum Teil sehr kleine, oft endzeitlich geprägte Freikirchen. Sie finden insbesondere in Armenvierteln viele Anhänger.
3 | Paris. Nach einem Wochenende der Zerstörung und Verwüstung in Paris, Marseille, Lyon und anderen Städten rief die Französische Bischofskonferenz dazu auf, „sich nicht in den Strudel dieser tödlichen Gewalt hineinziehen zu lassen: Unser Land verdient Besseres.“ Der „legitime Ausdruck von Sorgen vieler Bürger“ sei zu „Plünderung und extremer Gewalt“ verkommen, so Erzbischof Laurent Ulrich (Paris). Den Schülerprotesten hatten sich neben Gelbwesten, Gewerkschaften und Bauern auch massive Gewalttäter angeschlossen. Es gab mehr als 2300 Festnahmen und fast 1000 verletzte Einsatzkräfte.
4 | Vatikan. Die deutschen Dogmatiker Jan-Heiner Tück und Bernhard Knorn sind neu in die 24-köpfige Internationale Theologische Kommission des Vatikans berufen worden. Tück lehrt an der Universität Wien zum Dialog von Judentum und Christentum. Der Jesuit Knorn forscht in Frankfurt zu Ökumene und interreligiösem Dialog. Die Theologenkommission berät den Papst in theologischen Fragen und Debatten.
5 | Guayaquil. In Ecuador ist ein Priester während der Messe von einem herabfallenden Kreuz erschlagen worden. Das große Holzkreuz hing über dem Altar in der Kirche „Unsere Liebe Frau von der Immerwährenden Hilfe“ in Guayaquil. Als sich der tödliche Vorfall ereignete, wurde der Gottesdienst live in den sozialen Netzwerken der Pfarrei übertragen.
6 | Feuchtwangen. Besonderer Spatenstich in Aichau: In Zeiten von Kirchenschließungen und -austritten baut das 63-Seelen-Dorf in Mittelfranken ein neues Kirchlein mit Turm, Satteldach und 40 Sitzplätzen. Engagierte Bürger, ein eigener Kapellenverein und 77000 Euro EU-Förderung machen es möglich. Die Idee dazu reifte vor 15 Jahren bei einem Besuch der Aichauer bei den 470 Kilometer entfernten Namensvettern. Aichau in Niederösterreich hat nämlich schon lange ein eigenes kleines Gotteshaus – und das mit nur 33 Einwohnern.
7 | Paderborn. Start der „Glücklich/t sein“-Aktion des Erzbistums Paderborn: Bis Nikolaus können Institutionen mit Spendentüten, Lichtern und Postkarten Gutes tun. Abschluss ist ein großes Weihnachtssingen im SC-Stadion.