In Kapellen am Wegrand und in romanischen Kirchen fand ich Geborgenheit. In der Stille, ohne die Anwesenheit eines anderen Menschen, kam ich zur Ruhe, fand zu mir selbst und fühlte mich von einem unbestimmbar Höheren, Größeren, Allumfassenden ergriffen. Ich lernte die ungeheure und belebende Kraft der Gotteshäuser kennen, die so einfach und schlicht sind, dass der Raum selbst wirkt. Ich erfuhr, dass Frieden, Einkehr, Trost und Besinnung dem Menschen geschenkt werden, der sich darauf einlässt.
Carmen Rohrbach, in: „Jakobsweg. Wandern auf dem Himmelspfad“ (Herder, Freiburg 2026)