Der protestantische Dichter und Prediger Paul Gerhardt (12. März 1607 bis 27. Mai 1676) verfasste Lieder zu allen Zeiten des Kirchenjahres, die Komponisten wie Johann Sebastian Bach für einige ihrer Melodien übernahmen, aber auch Texte zu Natur und Schöpfung oder über den Dreißigjährigen Krieg. Gerhardts poetischer Stil war vergleichsweise andächtig, seine persönliche Haltung spirituell achtsam. Stefan Klöckner, emeritierter Professor für Historische Musikwissenschaft an der Folkwang-Universität der Künste in Essen, stellt das Werk Gerhardts vor, über dessen Leben und Wirken es kaum weitere Quellen gibt.
Von Stefan Klöckner