Anzeige: Evangelium bis an die Ränder. Die programmatischen Schriften von Papst Franziskus – eine theologische Würdigung. Hg: Jochen Sautermeister, Josef Sayer
Titelseite Stimmen der Zeit. Die Zeitschrift für christliche Kultur. 151 (2026) Heft 5

Über diese Ausgabe

Artikel

  • "Enriched Bread": Armut, Eucharistie und die Werke von Corita Kent
    Plus S. 323-334

    "Enriched Bread"Armut, Eucharistie und die Werke von Corita Kent

    Die Pop-Art-Künstlerin Corita Kent (1918-1986), bürgerlich Frances Elizabeth, verband in ihrem Werk Marketing und Design mit Theologie und politisch-sozialem Aktivismus. In den 1960er-Jahren prägte sie den Frauenorden „Immaculate Heart of Mary“ (IHM), den sie nach zermürbenden Konflikten mit dem Erzbischof von Los Angeles verließ. Andrea Tafferner, Professorin für Theologie und Sozialphilosophie im Fachbereich Sozialwesen an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen am Standort Münster, stellt Leben und Werk der unkonventionellen Künstlerin vor.

  • Plus S. 337-348

    Im Einklang mit allen GeschöpfenSchöpfungstheologie und Tierethik

    Martin M. Lintner, Servit und Professor für Moraltheologie und Spirituelle Theologie sowie Dekan der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen, stellt das Messformular „Für die Bewahrung der Schöpfung“ vor, das das Dikasterium für den Gottes-dienst und die Sakramentenordnung 2025, zehn Jahre nach der Enzyklika Laudato si’, herausgegeben hat. Vor diesem Hintergrund klärt er die theologischen und anthropo-logischen Voraussetzungen für die besondere Schicksalsgemeinschaft zwischen Menschen und Tieren.

  • Plus S. 349-359

    Die Herzogin vom Bahnsteig in HullKatholizismus in Großbritannien

    Durch das Leben und die Konversion der Herzogin von Kent, Katharine Worsley (1933-2025), zum katholischen Glauben lässt sich sowohl die historische Beziehung zwischen britischer Krone und katholischer Kirche als auch die gegenwärtige Rolle katholischer Gemeinschaften und die Herausforderungen ihres gesellschaftlichen Lebens in Großbritannien neu betrachten. Piotr Biegasiewicz studierte in Polen und in Großbritannien, wo er in der Finanzwirtschaft und als Essayist arbeitet.

  • Plus S. 361-366

    WEIRDDer „alte weiße Mann“ als Reflexionsangebot

    Mit dem Vorwurf, eine Person äußere sich wie ein „alter weißer Mann“ lassen sich eurozentrische und patriarchale Perspektiven kritisieren. Manche halten die Redewendung des „AWM“ selbst für diskriminierend, etwa gegenüber älteren Menschen. Claudia Stockinger, Professorin für Neuere deutsche Literatur und Mitglied der erweiterten Redaktion dieser Zeitschrift, stellt dem AWM mit „WEIRD“ ein präziseres Schlagwort von Joseph Henrich an die Seite.

  • Plus S. 367-375

    Berufung zur Politik

    Die Herausforderungen an den Politikberuf sind groß, aber sie scheinen sich angesichts des Wegfalls von alten Sicherheiten, Veränderungen der medialen Diskurse und kulturkämpferischer Polarisierungen zu steigern. Herabwürdigungen und Bedrohungen nehmen zu, so dass manche die Zumutungen des Berufes für die eigene Gesundheit und die Familien nicht mehr auf sich nehmen wollen. Sie ringen mit der Motivationsfrage: Warum tue ich das? Oder sogar: Warum tue ich mir das an? Offensichtlich werden Fragen dieser Art nicht angemessen geklärt, wenn man den Politikerberuf auf den eines Jobs oder einer Dienstleistung reduziert. Es muss so etwas wie „Berufung“ mitschwingen, meint unser Autor Klaus Mertes SJ, Redakteur dieser Zeitschrift.

  • Plus S. 377-384

    Vertrauen als moralische PraxisAutonomie im sozialen Miteinander

    Das Urvertrauen, das Kinder in ihren ersten zwei Lebensjahren durch die Zuwendung und Fürsorge ihrer Bezugspersonen aufbauen, bildet das Fundament für ihre spätere soziale Entwicklung und Beziehungsfähigkeit. Selbst Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod, Gottvertrauen und andere existentielle Werte bauen darauf auf. Katharina Ebner arbeitet an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg. Sie spannt den Bogen von der Entwicklungspsychologie über ethische Fragen bis hin zur Moraltheologie.

  • Gratis S. 385-394

    Theologie im Angesicht von KIHerausforderungen für Lehrende und Lernende

    Die Fälle von Studierenden, die ihre Prüfungsergebnisse ganz oder teilweise Künstlicher Intelligenz verdanken, häufen sich. Welche Lösungsansätze gibt es seitens der Lehrenden, etwa um einen Täuschungsversuch zu entlarven? Manfred Riegger ist Professor für Religionsdidaktik und Religionspädagogik an der Universität Augsburg. Dort wirkt er auch als Vorsitzender des Prüfungsausschusses für alle Lehrämter und als Vorstandsmitglied des „Zentrums für Lehrkräftebildung und interdisziplinäre Bildungsforschung“ mit dem Schwerpunkt Qualitätssicherung in Lehre und Prüfungen.

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