Viele Jahre lang bearbeitete Jürgen Habermas das Thema Religion, und dies nicht nur aus kritischer, gar ablehnender Distanz, sondern als Philosoph, der sich mit dem Verhältnis von Glauben und Wissen beschäftigte. Das gefällt nicht allen. Doch diesen Aspekt in der anstehenden Rezeption seines Gesamtwerkes zu verschweigen, würde nicht zuletzt bedeuten, bemerkenswerte neue Anregungen zum Verhältnis von Vernunft und Glauben zu unterschlagen, auf die Habermas stieß. Matthias Lutz-Bachmann, Professor am Institut für Philosophie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und langjähriger Wegbegleiter von Jürgen Habermas, geht diesem Thema nach.
Von Matthias Lutz-Bachmann